Late to the party, I know. Aber mir ist „Wicca Creed“ erst neulich im Buchladen in die Hände gefallen. Ich hatte ein bisschen Zeit, die ich überbrücken musste bis zum nächsten Termin, und dann gehe ich gerne in Buchläden stöbern und lass mich einfach treiben. Dabei schaue ich auch gerne einfach ein bisschen nach den Covern. Denn der Song „Don´t judge a book by its cover“ gilt für mich nicht… Schöne Cover wecken meine Neugier, da kommt die Kunsthistorikerin in mir durch.
Das Cover vom ersten Band von „Wicca Creed“ hat mich irgendwie angezogen und Bücher über Hexen, Wicca, Vampire und andere Wesen lese ich sowieso gern. Der Klappentext hat mich auch angesprochen und so habe ich mich spontan entschieden das Buch zu kaufen.

Darum geht´s:
Die Wicca Valea wurde als Kind zu den Menschen gebracht, nachdem ihre Familie bei einem Angriff getötet wurde. Seitdem versucht sie dort zu überleben und unauffällig zu sein, was ihr insofern gut gelingt, da sie glaubt keine außergewöhnlichen Kräfte zu haben. In unregelmäßigen Abständen bekommt sie Nachrichten von ihrem Großvater, der der Hohepriester ihres Volkes ist. Sie kommt geradeso bei den Menschen zurecht und fühlt sich fürchterlich einsam. Eines Abends trifft sie bei ihrem Job in einer Bar auf einen geheimnisvollen Fremden. Zwischen ihnen besteht sofort eine Anziehung und die Erinnerung an die gemeinsame Nacht gibt ihr eine ganze Weile Kraft weiterzumachen. Doch schließlich muss sie doch in ihre Welt zurückkehren. Was für sie zuerst wie die Erfüllung ihrer Träume klingt, wird schnell zu einer gefährlichen Reise in ihre Vergangenheit und in viele Geheimnisse nicht nur ihres Volkes. Und schließlich stellt sich heraus, dass Valea keineswegs so machtlos ist wie sie bisher dachte…
So hat es mir gefallen:
Natürlich sind viele Motive aus Romance- und Fantasygeschichten bekannt: Wir folgen einem angeblich machtlosen Wesen in eine ihr unbekannte Welt und können so dort die neuen Begebenheiten mit Valea entdecken. Und natürlich kommt der geheimnisvolle Unbekannte – in diesem Fall ein Strigoi namens Nikolai – vor, der sofort eine Verbindung zur Hauptfigur hat. Und natürlich kämpfen auch hier wieder alle Mächte gegeneinander, haben ihre Geheimnisse und ihre Pläne. Aber trotz aller bekannten Motive hat mich die Geschichte sofort gefesselt und ich habe das Buch relativ schnell durchgelesen, weil ich wissen wollte wie es weitergeht. Natürlich macht die undurchsichtige Liebesgeschichte zwischen Valea und Nikolai einen großen Teil des Plotts aus, aber im ersten Band entdecken wir vor allem die neue Welt und die Verflechtungen hierin und lernen die Figuren kennen. Es gibt nicht nur Gut und Böse, alle Figuren haben Schatten- und Lichtseiten, das hat mir sehr gefallen. Die Handlung ist teilweise sehr verwickelt und verworren und manchmal fiel es mir schwer alle Ebenen im Blick zu behalten, was vor allem auch daran liegt, dass sehr viele Personen vorkommen, die alle außergewöhnliche Namen tragen. Auch die verschiedenen Orte haben alle fantasievolle Namen und die Geschichte des Landes ist auch ziemlich detailreich. Aber trotz allem ist die Handlung gut aufgebaut und strukturiert und die Handlungsplätze so gut beschrieben, dass man immer das Gefühl hat mit dabei zu sein.
Noch ist mir nicht ganz klar wie die Geschichte weitergeht und wer die Macht ergreifen wird, wie die Allianzen sein werden. Aber ich bin gespannt auf den Fortgang der Geschichte.

