„Mydworth – Lord und Lady Mortimer ermitteln“ – Eine für mich neue Reihe von Neil Richards und Matthew Costello.
Ich liebe die „Cherringham“-Reihe der beiden Autoren, höre diese aber eigentlich immer als Hörbuch. Neulich fiel mir dann aber ein Buch der anderen Reihe von Neil Richards und Matthew Costello in die Hände: „Mydworth – Lord und Lady Mortimer ermitteln“. Es ist ein Doppelband, ich habe bisher aber nur den einen Teil „Bei Ankunft Mord“ gelesen.

Darum geht´s:
Lord und Lady Mortimer kommen nach ihren Tätigkeiten für verschiedene Geheimdienste und ihren Einsätzen im Ersten Weltkrieg nach England zurück und möchten das ruhige Landleben genießen. Bei Ankunft stellt sich jedoch heraus, dass das Anwesen noch nicht auf die beiden vorbereitet ist und deshalb ziehen die beiden zu Lady Lavinia, die Lord Harry Mortimer großgezogen hat.
Kaum sind die beiden auf dem Anwesen angekommen, überschlagen sich die Ereignisse und Lord und Lady müssen ihre Kombinationsgabe unter Beweis stellen. Denn wertvoller Schmuck ist gestohlen worden und Lady Lavinias Chauffeur ist tot. Damit das Wochenende nicht im völligen Desaster endet, bittet Lavinia ihren Neffen und seine Frau um Hilfe.
So hat´s mir gefallen:
Es handelt sich um einen klassischen Whodunit im Umfeld des englischen Adels. Lord Mortimer ist ein sehr moderner Gentleman, seine Frau Kate stammt aus der Bronx und muss sich in die neue Umwelt erst einmal einfinden. Die beiden lieben sich heiß und innig und sind ein Paar auf Augenhöhe – für die damalige Zeit noch recht ungewöhnlich, aber für den Fortgang der Handlung natürlich sehr gut gewählt. In der Geschichte „Bei Ankunft Mord“ darf man als Leser auch ein bisschen selbst miträtseln und wird von den beiden Hauptfiguren geleitet. Wie bei britischen Krimis üblich, ist auch dieses Krimi-Setting von einigen skurrilen Persönlichkeiten bevölkert, die einem aber irgendwie doch ans Herz wachsen. Wer der Täter war und wie es zur Tat kam, wird natürlich nicht verraten
Sowohl beiden als auch der Leser erfahren nur Andeutungen, welchen Tätigkeiten die beiden jeweils für ihre Heimatländer nachgegangen sind. Das weckt natürlich die Neugier auf die beiden und den Fortgang der Hintergrundgeschichte.
Die Geschichte war flüssig zu lesen, spannend geschrieben und ich mochte das Setting und die Persönlichkeiten sehr gerne. Wer gerne britische Whodunit-Krimis liest, der wird mit Lord und Lady Mortimer seine Freude haben.

