{Rezept} Fairytales of chocolate: Himbeer-Blüten

Werbung (unbezahlt, unbeauftragt, selbstbezahlt), da Markennennung.

Das Buch/Produkt habe ich selbst gekauft. Die im Artikel geäußerte Meinung ist meine eigene, auf die kein Einfluss genommen wurde. 

Fairytales of chocolate I: Himbeer-Blüten

Es war einmal ein Mädchen mit kupferroten Haaren, das lebte in einem kleinen Häuschen am Waldrand einer Stadt, die sich an das Ufer eines Sees schmiegte. Das Mädchen lebte allein mit einem schwarzen Kater in dem etwas windschiefen Haus, das sich unter einen mächtigen, alten Eichenbaum duckte. Das Haus bestand nur aus zwei Räumen. Im einen schlief das Mädchen, im anderen, größeren befand sich die Küche mit einem breiten Holztisch. An den Wänden des Raumes waren allerlei Küchenutensilien aufgehängt, Gewürze, Kräuter und andere Zutaten stapelten sich fein säuberlich in Gläsern geordnet in den Regalen.

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Die Bewohner der kleinen Stadt am See wussten wohl, dass das Mädchen dort wohnte und sie sahen den Rauch aus dem Schornstein steigen. Kurz darauf breitete sich ein Duft nach leckerem Kuchen über der Stadt auf. Die Bewohner folgten neugierig dem Duft von Karamell, Mandeln und Äpfeln. Ein anderes Mal roch es nach Marzipan, Haselnüssen und Pflaumen. Doch die Bewohner trauten sich nie wirklich näher an das Haus heran. Wenn das Mädchen auf dem Markt in der Stadt einkaufen ging, begrüßten alle sie höflich, doch es redete niemand mit dem Mädchen. Das Mädchen lächelte die Stadtbewohner an, kaufte ein und lief entspannt zu ihrem kleinen Häuschen zurück. Manchmal wurde sie dabei von ihrem schwarzen Kater am Rand der Stadt abgeholt und die beiden gingen den Weg zum Häuschen gemeinsam. Dabei unterhielten sie sich. Der Kater wurde manchmal sehr wütend, weil die Bewohner der Stadt nicht mit dem Mädchen redeten. Doch das Mädchen sagte zu ihm: „Sie haben Angst vor uns, Asward. Gib ihnen etwas Zeit und hab Vertrauen in die Menschen.“
Doch Asward meinte, dass sie schon sehr lange hier wohnten und die Bewohner genügend Zeit gehabt hätten und grummelte vor sich hin. Das Mädchen lächelte ihn an, schüttelte sanft den Kopf und gab ihm ein Stückchen Wurst. Da war Asward wieder zufrieden und stolzierte in den Wald, um seine Katzenfreunde zu treffen.

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Eines Abends klopfte es zaghaft an der Holztür des Häuschens. Die Sonne war gerade dabei ihre letzten orange-rosa Strahlen an den Himmel zu zeichnen. Als das Mädchen öffnete, stand eine Frau vor ihr, die sich in einen dunklen Umhang mit Kapuze gehüllt hatte. Sie blickte nervös über ihre Schulter und dann das Mädchen an, das die Frau einließ. Die Frau nahm ihren Umhang ab und setzte sich an den Tisch. Das Mädchen stellte einen Becher mit dampfendem Tee vor die Frau, die sogleich ihre Hände daran wärmte. „Wie kann ich dir helfen?“, wollte das Mädchen wissen. Die Frau blickte sie überrascht an. „Woher weißt du, dass ich deine Hilfe möchte?“

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Das Mädchen lächelte und stand auf. „Ich bekomme nicht viel Besuch…“, sie steckte sich nach einem Glas, das ganz oben im Regal stand und nahm es herab. „Und ich weiß was die Stadtbewohner hinter meinem Rücken über mich flüstern…“
„Stimmt es?“, fragte die Frau leise. Das Mädchen ließ sich Zeit mit der Antwort und füllte stattdessen das dunkelrote Mus aus dem Glas in eine Schüssel, die in einem Wasserkessel über dem Feuer hing. Sie vermischte weiße Schokolade mit dem Himbeermus, nahm die Schüssel vom Herd und ließ sie abkühlen. Während sie aus einer Kammer einen kleinen Teller mit Schokoladenblüten holte, antwortete sie der Frau: „Dass ich eine Hexe bin?!… Wer weiß… Die Leute denken, was sie denken… Und du hoffst, dass ich magische Fähigkeiten habe, sonst wärst du nicht hier um mich um Hilfe zu bitten.“
Sie füllte das Schoko-Himbeermus in die Schokoblüten und verschloss die Blüten mit einer flachen Schokoladenplatte.
Die Frau seufzte und blickte in ihren Becher. „Es… ich… Da gibt es einen Mann, den ich sehr mag… Und ich glaube, er mag mich auch…“

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„Aber?“, wollte das Mädchen wissen, während es aufräumte. Die Frau seufzte wieder. „Aber irgendwie… wir kommen einfach nicht zusammen… Ich bin zu schüchtern ihn anzusprechen… und er lächelt mich nur an, wenn wir uns sehen… Was soll ich nur tun?“
Das Mädchen lächelte. „Liebst du ihn? Aus vollem Herzen?“
„Liebe… Ach, Liebe…“, seufzte die Frau.
„Denkst du an ihn, wenn er nicht da ist? Siehst du sein Gesicht vor dir, wenn du die Augen schließt? Schießt das Glück durch jede Pore deines Körpers, wenn du an ihn denkst? Ist er der schönste Mensch auf Erden für dich?“, wollte das Mädchen wissen und beobachtete die Frau genau.
Diese spürte eine Weile in sich hinein und nickte dann. Ihre Wangen waren rosa gefärbt. „Ja.“, antwortete sie dem Mädchen.
„Dann liebst du ihn.“ Das Mädchen verpackte zwei der Schokoblüten in ein kleines Schächtelchen und gab es der Frau.
„Eine ist für dich, eine für ihn.“, erklärte sie der Frau und blickte ihr tief in die Augen. „Wenn ihr füreinander bestimmt seid, werdet ihr das nach dem Genuss der Praline erkennen…“

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„Und wenn wir nicht füreinander bestimmt sind?!“, fragte die Frau ängstlich. Das Mädchen zuckte mit den Schultern. „Dann habt ihr ganz hervorragende Pralinen gegessen und werdet anderweitig glücklich…“
Die Frau bedankte sich und verließ das Häuschen. Asward sprang auf den Tisch und schmiegte seinen Kopf an den Arm des Mädchens. „Sind sie füreinander bestimmt?“, wollte er wissen. Das Mädchen streichelte über seinen Kopf, sodass der Kater anfing zu schnurren. „Natürlich.“, antwortete sie ihm. „Sie wissen es nur noch nicht…“

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Ob diese Pralinen tatsächlich Zauberkräfte haben? Und ob sie einen erkennen lassen, wer für einen bestimmt ist?  Nun, wer weiß… auf jeden Fall sind sie sehr lecker. Und das passende Rezept zum heutigen Märchen folgt nun:

Was ihr braucht:

  • ca. 200g weiße Kuvertüre
  • ca. 200g passierte Himbeeren
  • Pralinenhohlformen in Blümchenform (ich habe diese verwendet)
  • Pralinendeckel (ich habe diese verwendet)

 

So wird´s gemacht:

  • Die Himbeeren durch ein feines Sieb drücken und so passieren
  • Das, was im Sieb oben bleibt, wird weggeworfen, das, was sich durchdrückt wird in einen Topf gegeben
  • Dieses Himbeermus leicht erwärmen, vom Herd ziehen und die Schokolade darin auflösen
  • Die Himbeer-Schokolade etwas abkühlen lassen und in einen Spritzbeutel füllen
  • Mit dem Spritzbeutel die Himbeer-Schokolade in die Pralinenformen geben und erkalten lassen
  • Mit restlicher Himbeer-Schokolade oder etwas geschmolzener Kuvertüre die Pralinendeckel auf die Formen „kleben“

Lasst es euch schmecken…