Rosen für Erkül Bwaroo (Ruth M. Fuchs)*

Liebe Ruth, vielen Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplars! 

Inhalt:

Ihre Königliche Hoheit, die Elfenkönigin Titania, selbst gibt Erkül Bwaroo den Auftrag in einem Mordfall zu ermitteln. Bwaroo, der sich äußerst ungern für andere Zwecke einspannen lassen möchte, ist nicht sehr begeistert, denn die Hauptverdächtige ist seine eigene Tante – mit der er seit Jahren kaum ein Wort gesprochen hat. Mit seinem Diener Ortes begibt er sich an den Tatort, ein Filmset, an dem die schöne Hauptdarstellerin ermordet wurde. Bwaroo erkennt schnell, dass am Filmset so manch einer sich hinter einer Maske versteckt und Intrigen und Lügen an der Tagesordnung sind.

Meine Meinung:

rosen-erkül-bwaroo-fuchs-gruessevomseeDieses Buch war mein erstes Buch von Ruth M. Fuchs und auch das erste Buch, das in der Elfenwelt spielt.  Anfangs liest sich das Buch wie ein Roman ohne Fantasyelemente, als dann aber von einem Elf gesprochen wird, ist klar, dass es sich nicht um einen normalen Krimi handelt. In der Realität der Geschichte leben Menschen und Elfen parallel in einer Welt, was mir am Anfang nicht ganz klar war, weshalb ich etwas verwirrt war. Wenn man in so eine Welt eintritt ohne die vorhergehenden Geschichten und Erklärungen zu kennen, brauche ich immer ein bisschen Zeit bis ich voll in die Geschichte einsteigen kann. Aber mit der Zeit taucht man dann ein in die Welt der Elfen und des Erkül Bwaroo und kann der Geschichte gut folgen. Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, mit Witz und vielen Anspielungen auf die Figur Hercule Poirots von Agatha Christie. Erkül Bwaroo wirkt teilweise etwas überheblich und eitel, aber dann auch wieder so wunderbar liebevoll, dass man gerne mit ihm auf Verbrecherjagd geht. Auch die anderen Figuren sind liebenswürdig, skurril und witzig gestaltete Figuren mit Pfiff, denn keiner ist so wie er beim ersten Erscheinen zu sein scheint. Ermittelt wird im Ostreich, wo man eine Art bayrischen Dialekt spricht, was ich sehr witzig fand. Die Sensationspresse hatte sehr einfallsreiche Zeitungsnamen, die teilweise sprechende Namen waren, sodass man schon schnell wusste, ob man mit einer seriösen Presse zu tun hat oder nicht. Die Geschichte lebt von witzig-spritzigen Einfällen voller Phantasie und zauberhafter Wesen. Meine Lieblingsfigur war Bwaroos Diener Orges, der so ergeben ist, dass es schon fast karikaturhaft ist. Zum Schmunzeln fand ich die Erklärung wie William Shakespeare zu seinen Kenntnissen über Titania und Oberon kam und so den „Sommernachtstraum“ schreiben konnte.

Danke, liebe Ruth, für vergnügliche Lesestunden und die Widmung im Buch. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

 

Cover:

Auf weißem Hintergrund ist die Zeichnung eines Elfen in den besten Jahren zu sehen, der vor einer geöffneten Haustüre in edler Kleidung steht und einen großen Rosenstrauß mit einer Karte in den Händen hält. Erkül Bwaroo scheint die Karte gerade zu lesen. Die Szene zeigt eine Begebenheit aus der Geschichte und passt sehr gut zum Buch. So kann man sich auch von einem Elf ein Bild machen.

 

Cover: Erkül Bwaroo

 



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