Die Jagd nach dem Nordlicht (Cecilie Lanes/Ilze Dambe)

Im November war ich für 9 Tage in Norwegen unterwegs. Unter anderem fuhr ich mit der Hurtigrute von Trondheim nach Tromsø, wo ich vor ca. 10 Jahren studiert habe. Ich bin mit meiner Mama und einer Freundin von ihr gereist und wir haben die Reise mit „Jagd nach Nordlichtern“ überschrieben. Denn die beiden haben noch nie Nordlichter gesehen. Leider war das Wetter nicht passend für Nordlichter, sodass wir keine gesehen haben. Aber auf dem Schiff (wir sind mit der MS Nordkapp gereist) hab ich ein total süßes Kinderbuch gefunden und musste sehr lachen, denn es heißt „Die Jagd nach dem Nordlicht“. Da ich auf nordische Kinderbücher stehe, habe ich es mir gekauft.

Inhalt

Jagd-nach-dem-Nordlicht-Buch-Cecilie-Lanes-gruessevomsee-CoverJulie und der Troll Olav machen sich große Sorgen, denn sie haben schon eine ganze Weile keine Nordlichter mehr gesehen. Und so machen sie sich mit der Hurtigrute auf den Weg in den Norden, genauer ans Nordkapp. Auf dem Schiff treffen sie auf den Samijungen Jovnna und die Japanerin Mirei, die sich ihnen anschließen. Von Jovnnas Großeltern erfahren die Kinder, dass sie die Aurora-Füchsin finden müssen, die mit ihrem Schweif das Polarlicht wieder zum Scheinen bringen kann. Ganz oben im Norden kommen die Kinder hinter das Geheimnis, warum das Nordlicht verschwunden ist.

 

 

Meine Meinung

Dieses Kinderbuch ist eine zauberhafte Geschichte, die gleich mehrere Themen abdeckt. Es handelt von Freundschaft, vom Reisen, nordischem Essen, davon seinen Träumen zu folgen sowie einem Einblick in die Sami-Kultur und vor allem vom Klimaschutz. Denn die Vermüllung und Vernachlässigung der Natur ist der Anlass, warum man die Polar-Füchsin gefangen nimmt, um die Menschen auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen. In einfachen Worten und einer süßen Geschichte erzählen die Autorinnen ihre Botschaft, dass wir auf die Natur achten müssen, denn sie ist die Grundlage von allem. Nebenbei wird auch noch über norwegisches Essen und die Kultur der Sami berichtet. Die Zeichnungen sind locker und sehr schön gemacht. Sie zeigen auf einfache Weise die verschiedenen Themen auf. Am Anfang des Buches wird der Leser direkt angesprochen und am Ende ist eine mit vielen Motiven geschmückte Landkarte zu sehen. Auf einigen Seiten sind Fragen an den Leser zu finden, sodass die Kinder direkt in die Geschichte muteinbezogen werden und sich ihre Gedanken zum aktuellen Thema machen können.
Ich finde, dass das Kinderbuch „Die Jagd nach dem Nordlicht“ ein sehr schönes Buch über das Nordlicht, die norwegische und Sami Kultur ist und ohne erhobenen Zeigefinger auf den Natur- und Klimaschutz hinweist. Auch wenn natürlich das Entstehen des Nordlichts nicht wissenschaftlich, sondern mystisch erklärt wird. Aber die korrekte Erklärung des Nordlichts ist auch nicht der Hauptpunkt der Geschichte.

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Cover

Das Cover zeigt eine nordische Eislandschaft, über der sich ein grünes Nordlicht erhebt. Die Szenerie wird vom Vollmond beschienen und im Vordergrund ist die Hauptfigur Julie zu sehen, die ein Rentier gefangen hat.

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Autorin: Cecilie Lanes | Illustrationen: Ilze Dambe | Skizzen: Marcus Lagerqvist | Übersetzung: Martin Krämer |Cessa Verlag Tromsø 2017

 



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