Saphirblau (Kerstin Gier)

Saphirblau_Gier_Gruessevomsee_ArenaInhalt:

Gwen hat sich halbwegs mit ihrem Leben als Zeitreisende abgefunden und kommt immer besser mit ihrer Rolle zurecht. Gideon schwankt zwischen Ekelpaket und Traummann. Doch sie müssen sich zusammenraufen, wenn sie halbwegs heil aus der Sache rauskommen wollen. Während die Gilde mal wieder sehr knausrig ist mit ihren Informationen und Gideon immer noch schwer zu überzeugen ist, dass der Graf von St. Germain nicht nur gute Absichten hat, muss Gwen eben auf eigene Faust ermitteln. Dabei hat sie mal wieder ihre eigenen ungewöhnlichen Methoden, die sie auch in der Vergangenheit nicht ablegen kann und will. Hilfreich zur Seite stehen ihr ihre Freundin Leslie und der Wasserspeierdämon Xemerius, der jede Situation passend kommentieren kann. Schließlich wird die Liebe von Gwen und Gideon auf eine harte Probe gestellt als der Graf von St. Germain Gwen erklärt, dass sie nur in einen Teil des Plans eingeweiht war – im Gegensatz zu Gideon…

Persönliche Meinung:

Nachdem ich Rubinrot gelesen habe und echt begeistert war, war klar, dass ich die weiteren Bände auch lesen wollte. Und kurz vor Weihnachten gab es alle drei Bände im Schuber. Den musste ich haben. So konnte ich alle drei Geschichten lesen und es sieht auch noch hübsch aus im Buchregal. In Saphirblau hüpfen die Leser mal wieder mit Gwen und Gideon munter in den Zeiten hin und her. Gwen taucht immer tiefer ein in die Zeitreisen und lernt immer mehr dazu, auch über sich selbst. So kann sich auch der Leser immer besser einfinden in die Zeitreisesache. Die Wächter vertrauen ihr immer noch nicht und so ist sie gezwungen selbst zu forschen. Nicht wirklich hilfreich ist dabei, dass Gideon ihre Gefühle immer wieder durcheinander bringt. Inzwischen kennt man die Figuren besser und hat auch mehr Durchblick mit den Zeitreisegesetzen. Allerdings wird auch die Geschichte undurchsichtiger und es steht die Frage im Raum wer eigentlich die Wahrheit sagt und wem man vertrauen kann. Leslie ist mal wieder zauberhaft und eine wirklich große Unterstützung für Gwen in allen Lebenslagen. Großartig war auch der Wasserspeierdämon Xemerius, der durch seine witzige Art die Situationen treffend kommentiert und auflockert. Neu im Band erscheint Gideons Bruder Raphael, der ein Auge auf Leslie geworfen hat und ebenfalls eine große Unterstützung für Gwen darstellt.
Charlotte ist intrigant wie eh und je, aber irgendwie tut sie einem auch leid. Es gibt in diesem Band weitere Infos und bereitet den Leser auf den dritten und letzten Teil vor, denn eigentlich passiert in Saphirblau gar nicht so viel außer ein paar Zeitreisen und ein bisschen Geplänkel zwischen Gideon und Gwen. Der zweite Band lässt sich gut lesen und man will immer weiterlesen um zu wissen, was als nächstes passiert. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen der Parties im 18. Jahrhundert. Auch dort trifft man mal wieder sympathische Personen, die einem ans Herz wachsen… Und in Madame Rossinis Fundus bzw. Nähstube wäre ich ja auch gern mal zu Gast, sie ist mir die liebste Nebenfigur. Auch immer wieder gern habe ich Tante Maddy sowie Gwens Geschwister, die ihren Beitrag zur Entwirrung des Ganzen leisten. Sehr charmant fand ich auch, dass Gwen ihren Großvater immer wieder trifft, der hilft ein bisschen Klarheit reinzubringen. Aber verstanden habe ich nicht, dass Charlotte ausgebildet wird, wo doch Großvater Lucas wusste, dass Gwen der Rubin ist. Oder wusste er es gar nicht und erfährt es erst, weil jetzt Gwen zu ihm reist?! Puh, das mit den Zeitreisen ist echt kompliziert…

 

Cover & Titel:

Das Cover ist dem des ersten Bandes ähnlich, nur natürlich blau. Auch hier wurde wieder das Scherenschnittmotiv gewählt. Dieses Mal sieht man Gwen und Gideon herausgeputzt für die Soiree im Vordergrund. Der Fächer von Gwen ist weiß hervorgehoben, warum erfahrt ihr wenn ihr das Buch lest. Saphirblau passt auch wunderbar, da der Saphir – also Lucy – eine große Rolle im Buch spielt.

 

Daten:

Autor/in: Kerstin Gier
Titel: Saphirblau
Genre: Jugendbuch
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Seitenzahl: 400

Cover: Arena Verlag




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