{Theater} „Vom Glück des Stolperns“ – Welche Stücke ich in der Spielzeit 2018/2019 sehen will

Und schwupps, ist eine Saison rum… Bereits letztes Jahr hab ich aufgeschrieben, welche Stücke ich in dieser Spielzeit im Theater angucken wollte und fast alles hab ich auch tatsächlich gesehen. Bei der Abo-Veranstaltung neulich wurden die neuen Spielzeithefte verteilt. Sie sind knallig-bunt und randvoll gepackt mit interessanten Stücken. Einige davon sind bekannt, einige mir komplett neu. Und das ist ja das, was so spannend ist – neues entdecken, neue Gedanken bekommen, neue Ansichten. Das diesjährige Motto lautet „Vom Glück des Stolperns“. Folgende Stücke möchte ich mir gerne angucken (Reihenfolge nach dem Spielheft, nicht nach persönlicher Wertung):

© Theater Konstanz

 

Warten auf Godot

Premiere: 28.9.2018, Stadttheater; Regie: Christoph Nix

Zwei Clowns warten auf Godot. Über den sie nichts wissen. Auch wissen sie nicht ob er kommt und wenn ja, wann. Nichts kann sie vom Warten auf Godot abbringen. 

Ich bin gespannt wie das Warten dieses Klassikers inszeniert wird.

 

Eine Art Liebeserklärung

Premiere: 20.10.2018, Werkstatt; Regie: Jasmina Hadziahmetovic

Faye und Eric führen eine glückliche Ehe. Zumindest sieht es so aus. Und dann ist da noch Thommy, ein junger Schüler, der Faye zu interessieren beginnt. 

Eine Dreiecksbeziehung? Mich interessiert wie das dargestellt und worauf besonders das Augenmerk gelegt wird.

 

Heute Nacht oder nie

Premiere: 23.11.2018, Stadttheater; Regie: Mark Zurmühle

Lieder aus den 20er Jahren. Die Goldenen Zwanziger, die so grausam endeten. Mit Liedern des Komponisten Spoliansky erwacht diese Zeit hier auf der Bühne erneut und erzählen von der Liebe, dem Leben aber auch von ernsten Tönen.

Leider bin ich sehr unmusikalisch, höre aber gerne Musik und lass mich gerne von ihr entführen und verzaubern. Deshalb bin ich sehr gespannt auf diesen Abend.

So sieht das Spielzeitheft aus, wenn ich es durchgelesen habe

Wer hat Angst vorm weißen Mann

Premiere: 8.12.2018, Spiegelhalle; Regie: Daniel Grünauer

Nach einem Schlaganfall terrorisiert Metzgermeister Franz seine Familie. Starrsinnig kann es ihm niemand recht machen. Tochter Zita beschäftigt notgedrungen den Asylbewerber Alpha aus dem Kongo schwarz. Nach einem kleinen Unfall bleibt Franz´Geist in der Metzgerei hängen – nur Alpha kann ihn sehen.

Diese Geschichte klingt für mich nach einer Mischung aus komödiantischen Elementen gemischt mit Sequenzen, die zum Nachdenken anregen sollen über unseren Umgang miteinander.

 

Draußen vor der Tür

Premiere: 18.1.2019, Stadttheater; Regie: Mareike Mikado

Beckmann kommt nach Hause. Aber irgendwie nicht so ganz. Zurück aus dem Krieg will er nach Hause. Doch er bleibt vor der Tür stecken. Zwischen Leben und Tod, gestern und heute. 

Von diesem Stück habe ich schon viel gehört, es aber noch nicht gesehen. Ich erwarte von der Beschreibung her die Darstellung von Einsamkeit und Anders-sein, aber auch irgendwie von Hoffnung.

 

Momentum

Premiere: 15.2.2019, Stadttheater;

Ist Politik und Privates trennbar? Der angekratzte Ruf des Politikers Meinrad Hoffmann bereitet seiner Frau und ihrem Liebhaber und seinem engsten Berater Kopfzerbrechen. Ein junger Dichter soll die richtigen Worte finden für die Basis. Wie dieses Problem gelöst wird und wie die verschiedenen Verwicklungen untereinander dargestellt werden, darauf bin ich gespannt.

 

Das finstere Tal

Premiere: 29.3.2019, Spiegelhalle; Regie: Antje Thoms

Ein abgeschiedenes Dorf. Der Neuankömmling, ein Landschaftsmaler, wird skeptisch beäugt von den Dorfbewohnern. Ein tragischer Unfall wirbelt alles durcheinander im eingeschneiten Dorf. 

Dieses Stück klingt nach einem kleinen Krimi-Theater mit psychologischen Elementen.

 

Cabaret

Premiere: 12.4.2019, Stadttheater; Regie: Rosamund Gilmore

In den Zwanziger Jahren in Berlin geht´s wild zu: Im Kit-Kat-Club wird getanzt, auch wenn die braunen Schatten immer größer werden (leider ein sehr aktuelles Bild). Wir begleiten Sally, die gefeierte Showtänzerin, auf ihrem Weg zu überleben.

Dieses Musical habe ich bisher nur als Kinofilm gesehen. Daher bin ich auf die Umsetzung des Stoffes auf die Theaterbühne in Konstanz sehr gespannt. Und da ich ja ein Musical-Fan bin, freu ich mich schon sehr.

 

Meer

Premiere: 11.5.2019, Spiegelhalle; Regie: Wulf Twiehaus

Zwei Männer, zwei Aussagen: Ich bin der Kapitän-Ich bin der Gitarrenspieler. Alles klar, oder? Oder doch nicht. Sie treiben im Meer, einem Ort, den es gibt oder auch nicht. Weitere Gestalten kommen hinzu, auch sie schwanken zwischen Realität und Geisterschaft. 

Die Beschreibung bleibt auch ein bisschen geisterhaft und dubios und macht mich gerade deshalb neugierig. Ich lass mich überraschen.

Die Hauptstadt

Premiere: 17.5.2019, Stadttheater; Regie: Mark Zurmühle

Wir befinden uns in Brüssel, EU- Hauptsitz. Dort ist ein Schwein in den Straßen unterwegs. Gleichzeitig versucht die Generaldirektorin Kultur der Europäischen Kommission die Idee Europas zu retten. Auch hier wieder ein sehr aktueller Bezug, sind doch leider viele gerade dabei sich von der Idee des offenen Europas zu verabschieden. 

Wie dieses hochaktuelle Thema umgesetzt wird und welche Bezüge zu heute hergestellt werden, darauf freue ich mich. 

 

Foottit und Chocolat

Premiere: 15.6.2019, Zirkuszelt; Regie: Olli Haustein und Christoph Nix

Ein weißer und ein schwarzer Clown, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Zirkusmanegen Frankreichs erobern. Dieses Stück berichtet von einer wahren Geschichte. 

Ich gestehe ja, ich habe Angst vor Clowns. Nicht weil ich jemals „Es“ gesehen hätte (viel zu gruselig schon allein die Zusammenfassung zu lesen), sondern weil man sie nicht einschätzen kann. Als HSP kann ich Menschen „lesen“, das klappt aber bei den Clowns mit ihren lachenden Mündern nicht. Trotzdem freue ich mich auf die Aufführung, die stilecht im Zirkuszelt gezeigt wird.

 

 

 

Sagt der Walfisch zum Thunfisch

Premiere: 23.6.2019, Zirkuszelt; Regie: Nora Bussenius

Die Geschichte der Arche Noah wird aus neuer Perspektive erzählt. Ein Stück über dich und mich, verspricht die Beschreibung. Wie das für Kinder ab 6 Jahren erzählt wird, darauf bin ich sehr gespannt.

 

Katharina Knie

Premiere: 28.6.2019, Zirkuszelt; Regie: Martina Eitner-Acheampong

Katharina Knie, Seiltänzerin, ist der Star in der Manege. Sie ist die Erbin des alten Zirkusdirektors und stiehlt einem Bauern das Herz. Wird sie beim Zirkus bleiben oder ihr Wanderleben aufgeben? 

Ein Stück, dessen Aussage wohl viele der Theaterleute nachvollziehen können. Weiterziehen? Oder warten was der neue Intendant bringt, auch wenn das Risiko einem im Nacken sitzt, dass es dann für andere Jobs zu spät ist. Da auch dieses Stück im Zirkuszelt gezeigt wird, bin ich gespannt auf die Atmosphäre und Umsetzung des Stückes. Vermutlich eine Geschichte, die sehr mein Herz berühren wird. 

 

Erschieß die Apfelsine 

Premiere: 10.11.2018, Spiegelhalle; Regie Stefan Eberle

Es gibt nur zwei Sorten von Schülern: Arschgeigen (die Verwöhnten, denen alles in den Arsch geschoben wird) und die Idioten (die sich abmühen, aber nichts schaffen). Die Hauptfigur ist freiwillig Außenseiter und provoziert seine Umwelt, um sich auszutesten. Aber er findet auch Sympathisanten. 

Eine sehr skandinavische Geschichte, die mir ein sehr guter Freund als Hörbuch geschenkt hat. Daher kann ich es kaum erwarten das Stück zu sehen und hoffe sehr, dass es ihm auch gefällt. 

 

 

Die Brüder Löwenherz

Premiere: 11.11.2018, Stadttheater; Regie: Sara Ostertag

Das diesjährige Weihnatsmärchen für Kinder ab 7 erzählt die Geschichte der beiden Brüder Jonathan und Karl und Iren Abenteuern im Land Nangijala. Eine der schönsten, traurigsten, mutigsten und berührendsten Geschichten der Kinderliteratur.

Tja, Astrid Lindgren war eines meiner Magister-Prüfungsthemen. Daher muss ich Die Brüder Löwenherz unbedingt sehen. Ich persönlich mag die Geschichte und verstehe die Intension der Autorin, die dahinter steckt. Aber das ist natürlich auch eine gefährliche Herangehensweise. Hoffentlich werden meine Erwartungen nicht enttäuscht.

 

Vom Fischer und seiner Frau

Premiere: 25.11.2018, Werkstatt; Regie: Martin Borowski

Ein Fischer angelt einen Butt, der sich als Prinz herausstellt. Der Fischer wirft ihn zurück ins Meer. Doch dann beginnen er und seine Frau zu zweifeln: eigentlich könnte man sich doch was wünschen von ihm. Und schon nehmen die Wünsche und Schwierigkeiten ihren Lauf. 

Wenn man am See wohnt, muss man ja wohl ein Stück über Fische und Fischer angucken, oder? Und übers Wünschen nachzudenken, schadet ja auch nicht. Das Stück ist für Kinder ab 3 Jahren gedacht. Vielleicht nehme ich mein Patenkind mit, wenn er will. 

 

King A

Premiere: 10.2.2019, Spiegelhalle; Regie: Ingo Putz

Artus wird König und weiß nicht so recht was er davon halten soll. Er will ein guter König sein. Doch was ist gut? Und was ist richtig? Schaffen es der König und seine Ritter ohne Kampf und Schwerter zu regieren? Auch als sich Guinevere, die Königin, in den besten Freund des Königs verliebt? Oder eskaliert die Situation und alle greifen wieder zu den Waffen?

Wer kennt sie nicht, die Sage von Artus und seiner Tafelrunde? Ich bin ja großer Fan dieser Sage, die auch vielfach in Bildern dargestellt wurde. Daher bin ich auf die Umsetzung sehr gespannt. Und auch auf die Aussage, die das Team erarbeitet. 

 

Patricks Trick

Premiere: 30.3.2019, Werkstatt; Regie: Miriam Dold

Patrick hört zufällig, dass seine Mutter ein weiteres Kind erwartet und ist glücklich. Endlich nicht mehr allein. Doch wieso redet niemand mit ihm über das Baby? Irgendwas stimmt dabei doch nicht. Patrick kommt dem Geheimnis in einem Zwiegespräch mit dem ungeborenen Bruder auf die Spur.

Eine sehr spannende und berührende Geschichte, auf deren Umsetzung ist gespannt bin. Wie wird der ungeborene Bruder gezeigt? Was erfährt Patrick? Wie geht es ihm damit? 

 

Die Vögel

Premiere: 22.6.2019, Stadttheater; Regie: Ingo Putz

Zwei Männer landen auf der Flucht im Palast des Vogelkönigs und können ihm weismachen ebenfalls Vögel zu sein. Sie raten dem König eine Stadt zwischen Himmel und Erde zu errichten, um den Austausch zwischen Menschen und Göttern zu unterbinden. Ob das klappt? Wie werden die Götter reagieren? Und was führen die Männer im Schilde?

Ein Stoff der klassischen Antike im Jungen Theater? Schon allein deshalb will ich es sehen. Wie wird es umgesetzt? Wie frei wird es interpretiert? Und wie funktioniert es, wenn Amateure mit Profis auf der Bühne stehen? Auf all das freue ich mich und bin neugierig das Ergebnis des Experiments zu sehen.

 

Und jetzt bin ich gespannt, was davon im Theaterabo drin ist und welche Karten ich mir zusätzlich kaufe.