{Monatsgrüsse} Oktober 2018

Kultur

Im Oktober geht in Konstanz traditionell die Theaterspielzeit wieder los. Gefeiert wird das mit einem großen Theaterfest rund ums Theater und die Spielstätte „Werkstatt“, die zwei Straßen weiter ist. Ein großer Umzug lotste die Leute zum Münsterplatz, wo die große Bühne aufgestellt war. An verschiedenen Plätzen gaben die TheatermitarbeiterInnen in Führungen, Gesprächsrunden, Tanzproben und Proben Einblicke in die kommende Spielzeit, ihre Arbeit und zogen die Leute in ihren Bann. Es gab so viel Angebot, dass man gar nicht wusste wo man zuerst hin sollte. Für jeden war etwas dabei. 

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In diesem Monat hatte ich außerdem zwei sehr produktive und interessante Gespräche über mögliche Kooperationen mit zwei wunderbaren Kulturdamen. Auch wenn diese Gespräche „offizieller“ Natur waren und Kooperationen mit ihren Unternehmen und dem Museum, für das ich arbeite, ausloten sollten, hab ich mich sehr über diese „Arbeit“ gefreut. Denn erstens bin ich ein Teamplayer und freue mich immer, wenn man Talente zusammenwirft und guckt was passiert, und zweitens mag ich beide einfach super gerne. Schaut doch mal bei der Konstanzer Kunstschule und bei Torero Film vorbei!

Für ein paar Kollegen der Stadtbücherei habe ich im Oktober eine Münsterführung gemacht. Ich habe ihnen die geheimen Orte gezeigt und so sind wir „hinter die Kulissen“ verschwunden und aufs Dach gestiegen. 

Mit unseren Museumsfreunden sind wir nach Menzenschwand im Schwarzwald gefahren, um Informationen über die Malerbrüder Winterhalter zu bekommen. Das zuckersüße Museum dort präsentiert Leben und Werk der Menzenschwander Maler, die für den europäischen Hochadel des 19. Jahrhunderts malten. Unbedingte Besuchsempfehlung für „le Petit salon“!

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Bücher

Oktober ist Buchmesse-Monat! Und weil die Buchmesse im Oktober in Frankfurt stattfindet, gehe ich besonders gerne hin. Denn das heißt immer auch, dass ich meine beste Freundin treffen kann. Seit einigen Jahren nutzen wir die Buchmesse als festen Termin im Jahr, um uns zu sehen. Leider hat sie ihren wundervollen Blog geschlossen, aber ich hoffe, dass sie wieder anfängt zu schreiben (egal in welchem Bereich, ob Blog, Zeitung oder Buch), weil ihre Texte ganz wunderbar sind.

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Rezepte

Im Oktober haben einige Familienmitglieder Geburtstag, zum Beispiel meine Cousine und mein Patenkind. Und mein Patenkind bekommt immer eine Torte von mir zum Geburtstag. Anfang des Monats, beim Geburtstag meines Onkels, verhandeln wir immer über das Motto und den Inhalt der Torte (wobei der Inhalt schnell geklärt ist – der muss aus Schokolade bestehen – wir sind halt verwandt). Dieses Jahr war eine Drachentorte gewünscht, also gab es auch eine Drachentorte. Wie ich sie gemacht hab, könnt ihr hier nachlesen: klickt auf das Rezept.

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Und das Leben…

Neben den Geburtstagsfeiern gab es zwei Ereignisse, die in diese Kategorie fielen. Anfang des Monats gab es eine Demo gegen Ausgrenzung und Hass in Konstanz (und vielen anderen Orten, natürlich). Gerade in Zeiten wie diesen, finde ich es wichtig Stellung zu beziehen. 

Das zweite Ereignis ist ein ganz persönliches und auch der Grund warum es hier etwas ruhiger war: ich habe eine Wohnung gefunden. In einer Stadt wie Konstanz, die -sagen wir es mal deutlich – unfassbar teuer ist, um hier zu leben, ist es quasi ein Lottogewinn, wenn man eine Wohnung findet, die halbwegs bezahlbar ist. Ich habe fast 6 Jahre lange gesucht, und wenn nicht meine Eltern auch in Konstanz leben würden, und ich dort nicht hätte unterkommen können, dann wäre ich inzwischen vermutlich woanders. Denn Konstanz muss man sich leisten können. Und da man in der Kulturbranche (und in vielen anderen natürlich auch) keine Traumgehälter bekommt, muss man sich wirklich überlegen, ob man hier wohnen und leben kann. Obwohl die Wohnung bezahlbar ist, ist sie kein Schnäppchen. Aber jetzt mal schauen wie es weitergeht. Sie ist in der Altstadt, wo ich nie hinziehen wollte. Ich wollte immer den Rhein als Puffer zwischen mir und meiner Arbeit haben. Aber man muss ja auch mal Abenteuer eingehen. Es war auf jeden Fall Zeit für einen Mutausbruch (ja, für andere mag das ein lächerlicher Grund für einen Mutausbruch sein, aber bei mir ändert sich dadurch grade einiges – nur zum Guten, da bin ich mir sicher).