Urban Gardening – Teil 1

Ich bin unter die Kleingärnter gegangen. Nein, ich hab keinen Schrebergarten gemietet, dazu würde mir die Zeit fehlen. Aber ich dachte, es müsste doch möglich sein, wenigstens ein paar Gemüsesorten selbst anzubauen. Da es letztes Jahr mit Tomaten und Erdbeeren geklappt hat (zugegeben, ich hab schon kleine Pflänzchen gekauft und nicht komplett selbst gezogen) und mein Nachbar mir seine alten Himbeerstöcke vermacht hat, die hoffentlich dieses Jahr leckere Früchte bringen, wollte ich mich dieses Jahr an Salatgurken und Radieschen versuchen.

Als ich neulich bei Alnatura einkaufen war, gab es dort die Saattütchen und Gurke sowie Radieschen hab ich ausgesucht, um mich zu testen. Alte Joghurtbecher dienen dabei als Anzuchtblumenkästchen. Und es ist wirklich einfach.

Was ihr braucht:

Leere Joghurtbecher/Creme-Fraiche-Becher etc.

Ein Messer

Anzuchterde aus dem Gartencenter

Gemüsesaat nach Wahl

Eine leere Plastiktüte

Eine Schere

Kleine Teller oder Schüsselchen als Untersetzer.

Radieschen_Urban_Gardening
Radieschen nach ein paar Tagen

Und so geht´s:

Die Becher gut ausspülen und abtrocknen.

Mit einem Messer ein paar Löcher in den Boden bohren, damit das Wasser ablaufen kann.

Die Becher mit Anzuchterde füllen.

Auf die Erde die Gemüsesamen streuen. Bei den Radischen kann man einige zusammen in einen Becher streuen, bei den Gurken sollte man nicht mehr als 2-4 Samen reingeben.

Die Samen ein bisschen festdrücken, sodass sie teilweise in der Erde liegen.

Die Becher vorsichtig gießen.

Alle Becher auf Untersetzer aufs Fensterbrett stellen.

Die Plastiktüte mit der Schere bearbeiten, sodass sie einige Luftschlitze aufweist, aber nicht völlig zerfetzt ist.

Die Plastiktüte vorsichtig über die Becher stülpen. Sie dient als Gewächshaus.

radieschen_Gurken_Urban_Gardening
Radieschen und Gurken nach einigen Tagen

Jeden Tag die Plastiktüte für ca. 1 Stunde wegnehmen, damit genug Licht und Luft an die Pflanzen kommen. Einmal am Tag vorsichtig gießen.

Bei mir ging´s richtig schnell, schon nach ein paar Tagen waren die ersten Triebe zu sehen.

Wenn sie zu groß werden für den Becher könnt ihr sie auspflanzen in ein größeres Gefäss und auf Balkon/Terrasse oder im Garten platzieren.

Die Radieschen können enger aneinander gepflanzt werden, die Gurken brauch recht viel Platz, da sollte man pro Kübel nur 1-2 Pflanzen nebeneinander setzen.

Bisher wachsen sie wirklich supergut und ich bin gespannt ob und wann und wieviel Ertrag sie abwerfen. Sobald was geerntet werden kann, werde ich wieder berichten.

Urban_Gardening_Radieschen_Gurken
Bereit zum Auspflanzen. In den beiden rechten Joghurtbecher sind Gurken, links sind Radieschen.

——————

I started a new urban-gardening-project. Last year I tried tomatoes and strawberries, which grew very good. My neighbour gave me his old raspberry bushes and I really hope, that I will have a lot of fruits this year.

But I also wanted to try garden radish and cucumbers. It´s really easy to cultivate. You need empty and clean yoghurt cups, which you fill with earth. Then you scatter the seeds, press them a bit into the earth and pour it gently and put it at your window sill.

Take a scissors and cut an old plastic bag. Put it over your yoghurt cups. Once a day you should remove the bag for ca. 1 hour. Pour the seeds gently.

After some days it starts to grow. If they are strong enough, you can bed them out to your balcony or garden.

The garden radish is possible to plant close together, but the cucumber needs more space. So put just 1-2 plants into one tub.

If I can harvest, I will report again.



1 thought on “Urban Gardening – Teil 1”

Kommentar verfassen