Travel the world with books und Vorsätze, die keine sein sollen

Mit den großen Vorsätzen á la „mehr Sport“ fürs neue Jahr hab ich es nicht so. Die halte ich eh meist nicht ein, daher habe ich schon vor längerem aufgehört mir Vorsätze fürs jeweils neue Jahr vorzunehmen. Aber statt den großen Vorsätzen versuche ich den Alltag bewusster zu leben. Hierfür überlege ich mir, was ich ändern möchte. Fürs nächste Jahr sind so auch ein paar Punkte zusammengekommen:

  1. Mich nicht mehr so sehr stressen (lassen)

Leider bin ich meistens sehr perfektionistisch und mache mir megaviele Gedanken über alles, was ich mache. Ich möchte, dass es immer richtig und möglichst perfekt ist. Das setzt mich selbst ziemlich unter Druck und das tut mir eigentlich nicht gut. Schon seit ein paar Jahren nehme ich mir jedes Jahr vor gelassener zu werden, Gut reicht auch, es muss nicht Perfekt sein. Es gelingt mir schon häufig, aber eben noch nicht immer. Außerdem lasse ich mich sehr leicht von den Launen anderer Menschen stressen und beziehe das schnell auf mich, obwohl ich gar nicht der Auslöser oder Grund für deren Launen bin. Damit gelassener umzugehen, muss ich noch lernen.

  1. Mich besser organisieren, um Zeit zu haben

Eigentlich bin ich ganz gut organisiert und habe mein Zeitmanagement im Griff. Aber in letzter Zeit ist mir da meine Orga teilweise ein bisschen entglitten und ich hab mich ertappt, dass ich riesige To-Do-Listen hatte, die ich nicht bearbeiten konnte, weil ich nicht genug Zeit hatte. Das stresst mich. Deshalb habe ich meinen Planer überarbeitet und hoffe, dass es so wieder klappt nächstes Jahr. Ich bin wieder zu einem Buchkalender übergegangen, weil mein Filofax leider zu schwer war, um ihn rumzutragen. Und bei mehreren Kalendern, wie ich es früher getan habe, verliere ich die Übersicht. Zu meinem Planer kommt noch ein eigener Beitrag.

  1. Regelmäßig kreativ sein

Der Punkt hängt auch mit Punkt 2 zusammen. Wenn ich das Zeitmanagement wieder besser im Griff habe, dann habe ich auch wieder mehr Zeit, um kreativ zu sein. Gerne möchte ich mehr fotografieren und schreiben im neuen Jahr und auch regelmäßiger basteln. Dabei kann ich echt die Zeit vergessen und entspannen, daher ist es mir wichtig, da mehr Zeit zu investieren.

  1. Meine Freiberuflichkeit besser organisieren

Derzeit arbeite ich ja 50% freiberuflich. Diese Freiberuflichkeit möchte ich im nächsten Jahr gerne besser organisieren, sodass ich möglichst viele Projekte bearbeiten kann, die mir am Herzen liegen. Hierfür bin ich schon fleißig am Renovieren. Ich werde zusammen mit einer Freundin ein kleines Atelier einrichten, wo wir kreativ und wissenschaftlich arbeiten können. Jeder für sich, aber gerne auch zusammen. Natürlich bringe ich auch zu unserem Atelier einen eigenen Beitrag, sobald wir eingerichtet sind.

  1. Lernen „Nein“ zu sagen

Ich bin ein netter Mensch, ich glaub, das kann ich sagen ohne arrogant zu wirken. Ich helfe gern und ich arbeite gerne mit Menschen zusammen. Für vieles kann man mich begeistern und wenn ich Feuer und Flamme für etwas bin, dann investiere ich gerne auch viel Zeit. Leider habe ich immer mal wieder das Gefühl, dass meine Hilfsbereitschaft auch gern ausgenutzt wird, um Arbeiten, die man nicht so gern macht an mich abzutreten. Oder ich lade mir grundsätzlich zu viel auf, weil ich so viele Interessen habe. Da möchte ich nächstes Jahr lernen „Nein“ zu sagen, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht 100%ig passt.

  1. Regelmäßig ins Yoga und zum Schwimmen gehen

2016 war es leider häufig so, dass ich mich selbst oft übernommen habe und dann zu kaputt war, um z.B. ins Yoga zu gehen. Das werde ich 2017 definitiv ändern. Yoga tut mir gut und ich will es nur noch ausfallen lassen, wenn es wirklich nicht anders geht. Außerdem möchte ich gern regelmäßiger schwimmen gehen, weil ich merke, dass mir auch das gut tut. Da muss ich den faulen inneren Schweinehund überlisten, denn das Aufraffen ist immer das schwerste. Ups, jetzt hat sich doch noch der Sport eingeschlichen…

  1. Regelmäßig Freunde treffen

Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam und ich hab lange überlegt, ob ich den Punkt überhaupt öffentlich bringen soll. Ich mag Menschen, ich bin gern mit den meisten, die ich kenne, zusammen. Aber ich kann auch ganz gut allein sein und brauche „Alleinzeit“. Häufig finde ich größere Menschenmengen anstrengend. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich auch Unausgesprochenes spüren kann, was teilweise anstrengend sein kann. Bei größerer Anzahl an Menschen auf einem Fleck kann ich mich schwer auf den einzelnen konzentrieren und kann die Signale manchmal nicht so ganz filtern, die da auf mich einprasseln. Ich weiß nicht, ob das einen Sinn gibt, aber besser kann ich es nicht erklären. Das heißt aber nicht, dass ich nicht gern mit anderen zusammen bin. Ich habe tolle Freunde, Kollegen und Familie, mit denen ich gern Zeit verbringe. Wenn ich mich mit anderen treffe, dann freue ich mich immer und merke hinterher, dass es nicht nur Spaß gemacht hat, sondern mir auch gut getan hat, dass wir schöne Stunden zusammen hatten. Da möchte ich im nächsten Jahr ein bisschen aktiver werden. Ich werde sicher nie eine Partyprinzessin werden, da ziehe ich ein gutes Buch allein auf dem Sofa doch vor, aber regelmäßiger in kleinen Gruppen was unternehmen, das möchte ich mir fürs nächste Jahr vornehmen.

Macht ihr euch Vorsätze? Wenn ja, welche? Wenn ihr noch Anregungen braucht, schaut doch auch mal bei Ohmoiselle vorbei.

 

Auch in diesem Jahr habe ich wieder die Welt in Büchern bereisen dürfen. Wo ich überall war, seht ihr auf meiner kleinen Mindmap. Wenn in den Büchern keine konkreten Orte genannt wurden, dann habe ich das Land aufgeschrieben.

Ich wünsche euch ein wunderschönes, glückliches und gesundes neues Jahr! Mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen und eure Projekte erfolgreich sein. Danke für´s Folgen und Mitlesen. Habt einen zauberhaften Silvesterabend und rutscht gut rüber.

Auf ein tolles Jahr 2017!



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