Drei Kalender für´s Jahr – Plannungschaos?!

Ich habe ja schon mehrfach über meine verschiedenen Kalendersysteme erzählt. Mal benutze ich einen Filofax, mal einen normalen Kalender. Anfang des Jahres startete ich voll motiviert mit meinem neuen Kalender durch. Ich hatte einen ganz einfachen Cheftimer ein bisschen aufgehübscht: Eingebunden in schönes Papier, danach den ganzen Kalender in Klebefolie eingeschlagen, um den Umschlag zu schützen. Innen habe ich verschiedene Dashboards angelegt. Dazu habe ich bunten Karton in a5-Größe zugeschnitten und ebenfalls mit Klebefolie laminiert. So konnte ich mit Klebezetteln wichtige Infos dort festhalten.
Den Kalender habe ich auch ca. Vier Monate benutzt, doch dann wurde es mir zu langweilig und außerdem war gerade in allen Medien vom Bullet – Journaling zu lesen.

Kalender-cheftimer-tageskalender

 

Kalender-Tagesansicht

Die wunderschönen Bilder von all den talentierten Bullet-Journaling-Leuten haben mich beeindruckt und ich wollte auch endlich so ein Buch haben. Also kaufte ich mir ein Leuchtturm-Notizbuch mit gepunkteten Seiten und begann – wieder voll motiviert – mein Bullet Journal einzurichten. Wenn ihr wirklich wunderschöne Set-ups sehen wollt, guckt doch mal bei Michaela und Jasmin vorbei. Ich legte mir also die Monthly Spreads (Monatsübersichten) und Weekly Spreads (Wochenübersichten) an. Auch dieses System nutzte ich einige Monate. Am Ende des Buches bastelte ich mir „Memory“- und „Gratitude“-Pages, die mir wirklich gut gefielen.

Memorypage-bullet-journal

Doch leider konnte ich das richtige Bullet Journal nie voll ausschöpfen. Beim Bullet Journal werden üblicherweise monatsweise die Seiten angelegt. Zukünftige Termine legt man erst mal im „Future log“ ab. Doch da stellte sich schon mein erstes Problem ein: Ich habe so viele zukünftige Termine, dass ich ein bisschen Angst hatte, dass ich irgendwann mal Termine vergessen würde, wenn ich sie erst alle an einer Station sammele und dann Monat für Monat übertrage. Dieses Problem konnte ich für mich bisher nicht lösen, egal wie sehr ich die verschiedenen Bullet Journal-Seiten im Internet durchforstete. Daher hatte ich im Endeffekt auch nur einen Kalender, den ich selbst gemalt hatte. Und so konnte ich natürlich auch nicht spontan neue Seiten einfügen. Aus diesem Grund habe ich auch diesen Kalender wieder aufgegeben.
Das ist mir nicht wirklich leicht gefallen, weil mir das Prinzip des Bullet Journals wirklich gefällt, weil es ein sehr kreatives und individuelles System ist. Aber solange ich dieses „future log“-Problem nicht gelöst habe (wer Vorschläge hat, immer her damit), werde ich es nicht mehr als Kalender verwenden. Ich habe aber für meinen Blog und für mein Achtsamkeitsbuch jeweils eine Art Bullet Journal angelegt.
Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass ich meinen Bullet Journal – Kalender nicht mehr regelmäßig genutzt habe und das führt dann immer zu dezenter Panik, weil ich Angst habe, dass mir irgendwelche wichtigen Termine durch die Lappen gehen.

bullet-journaling-leuchtturm

Inzwischen war es August und ich dachte mich, ich kann doch nicht schon den dritten Kalender für dieses Jahr anfangen.
Leicht verzweifelt kam mir beim Aufräumen das Buch von Cordula Nussbaum „Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?-Zeitmanagement für kreative Chaoten“ in den Sinn und ich blätterte da mal wieder durch. In einem Podcast von Cordula Nussbaum mit Laura Malina Seiler ging es auch um das Zeitmanagement für kreative Chaoten. Mir wurde beim Lesen und Zuhören bewusst, dass es doch meine Sache ist, ob ich den dritten Kalender anfange oder ob ich wieder zum ersten zurückkehre.

kalender-schülerkalender-studentenkalender-alpha-verlag-tageskalender
Mitte August gibt es allerdings erstmal nur Schüler/Studentenkalender, die von August bis Juli des Folgejahres ging. Ich suchte mir einen weißen mit Schmetterlingen (ich liebe Schmetterlinge) aus und begann diesen neu zu gestalten. Jeder Tag hat eine Seite, das Wochenende teilt sich eine Seite. Erstmal habe ich auch dieses Buch in Klarsichtfolie eingeschlagen, um es zu schützen und fing an mir neue Dashboards einzukleben. Diese habe ich für verschiedene Arbeitsbereiche unterteilt: allgemeine To-do-Liste, Freiberuflichkeit etc. Jeden neuen Monat habe ich mit einem Washitape eingeschlagen, sodass ich am Rand die verschiedenen Monate erkennen kann.

bullet-journal-dashboard
Meinen Farbcode für die verschiedenen Arbeitsbereiche und meine Stempelmotive habe ich beibehalten.
Im Moment funktioniert das System für mich wirklich gut, da ich genügend Platz habe auf den Tagesseiten, um alle To-dos zu verteilen, alle Termine einzutragen und auch sonstiges festzuhalten, was ich so aufschreibe. Seitdem nutze ich den Kalender wieder täglich und bin etwas entspannter, weil ich mir sicher bin, dass ich keine Termine mehr vergesse. Aber wenn ich demnächst wieder merke, dass ich ein neues System brauche, dann werde ich wieder wechseln.



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