So´n Theater: Welche Inszenierungen des Stadttheaters Konstanz ich sehen will…

Seit ca. 3 Jahren habe ich ein Abo vom Stadttheater Konstanz und hab in der Zeit viele Stücke gesehen, die mir gefallen haben, manche auch nicht, bei vielen musste ich schmunzeln oder sogar lachen und bei manchen hat´s mich ein bissle geschüttelt ob des vielen Kunstblutes etc. Aber immer waren es spannende und interessante Stunden. Daher ist klar, dass ich auch für die nächste Spielzeit mein Abo verlängern werde.

Dieses Mal gibt es kein Motto, das die Spielzeit überschreibt, wie in den letzten Jahren und das Programm verspricht einige Klassiker, aber auch Neuinszenierungen. Dank des Programmhefts konnte ich schonmal spickeln, was ich alles angucken möchte. Jetzt muss ich nur noch warten, was alles zum Abo gehört und für welche Inszenierungen ich mir Extra-Karten kaufe.

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© Theater Konstanz

Vielleicht motiviert meine Übersicht ja den einen oder anderen auch mal wieder ins Theater zu gehen oder sich sogar ein Abo zu gönnen. Und kommt jetzt nicht mit dem Preis! Fürs Kino zahlt jeder ohne mit der Wimper zu zucken mindestens 8€-10€ pro Film. Und im Theater müssen die Schauspieler noch wirklich (Schwerst)arbeit leisten. Da gibt´s nur einen Versuch. Man kann nicht dauern neu starten wie beim Film (btw – ich gucke übrigens sehr gerne Filme und hab nix gegen Kino, Serien oder Filme, aber für mich besteht ein Unterschied zwischen Theater und Film was die Herausforderungen für die Schauspieler angeht).

 

Was ich sehen will:

(leider etwas textlastig, es gibt natürlich noch keine Pressefotos von den neuen Inszenierungen 🙂 )

Orpheus in der Unterwelt

Premiere: 25. September 2015; Stadttheater Konstanz

Autor: Jacques Offenbach; freie Bearbeitung durch Thomas Pigor

Regisseur: Andrej Woron, Musikal. Leitung: Christoph Israel

Orpheus und Eurydike kennt man ja aus den antiken Sagen, aber laut Beschreibung könnte es ganz witzig werden. Denn die beiden haben sich auseinandergelebt und Eurydikes Tod scheint kein großes Drama für Orpheus zu sein. Ich bin sehr gespannt wie das Stück umgesetzt wird.

 

Medea

Premiere: 7. November 2015; „Werkstatt“

Autor: Euripides

Regisseur: Max Pross

Auch hier wird ein Klassiker der griechischen Antike auf die Bühne gebracht. Medea, die alles für ihren geliebten Jason aufgegeben hat, wird von ihm für die Königstochter von Korinth verlassen und dreht völlig durch. Dabei schreckt sie nicht mal mehr vor dem Mord an ihren eigenen Kindern zurück. Ich kenne Medea noch aus dem Schulunterricht und bin gespannt, was das Ensemble daraus macht.

 

Johan Hus

Premiere: 14. November 2014; Kirche St. Stephan

Autor: August Zeune, Musik: Carl Loewe

Musikal. Leitung: Wolfgang Mettler, Choreographie: Sarah Frank

Jan Hus ist in Konstanz ja grad ein ganz großes Thema, da das zweite Konziljubiläumsjahr unter dem Motto „Jan Hus – Jahr der Gerechtigkeit“ steht. Insofern war klar, dass auch die Kunstszene sich mit ihm beschäftigen wird. Da meine ehemalige Ballett-Lehrerin die Choreographie gestaltet hat, bin ich sehr neugierig auf das Stück, allerdings gestehe ich, dass ich nicht so der Jan-Hus-Fan bin.

 

Die kleine Hexe (Weihnachtsmärchen)

Premiere: 15. November 2015; Stadttheater Konstanz

Autor: Ottfried Preussler

Regie: Sascha Bunge

Das Buch „Die kleine Hexe“ war als Kind neben „Momo“ mein Lieblingsbuch und ich finde es immer noch toll. Daher ist klar, dass ich die Inszenierung sehen muss. Außerdem liebe ich die Weihnachtsmärchen des Theaters. Da werden Kindheitserinnerungen wach, denn als Kinder sind wird jedes Jahr ins Weihnachtsmärchen gegangen und das war immer sehr aufregend.

Worum geht´s? Die kleine Hexe ist erst 127 Jahre alt – also noch ganz schön jung für ne Hexe. Sie will aber bei den großen Hexen auf der Walpurgisnacht mitfeiern, dazu muss sie aber eine „gute Hexe“ werden. Doch was bedeutet „gut“ für Hexen?

 

Faust 1

Premiere: 27. November 2015; Stadttheater Konstanz

Autor: Johann Wolfgang Goethe

Regie: Johanna Wehner

Ich gestehe mal kurz, dass ich Faust nicht gelesen habe. Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen, trotz humanistischem Gymnasium… Aber zum Glück gibt´s Theater 🙂 Also werd ich mir das im Theater angucken. Und wenn ich Lust habe, lese ich den ollen Goethe hinterher durch… Mal sehen… Vielleicht heißt es auch hinterher „Fuck ju Göte“ 😉

 

Dracula

Premiere: 5. Dezember 2015; „Spiegelhalle“

nach Bram Stoker

Regie: Michaele Dicu

Zigtausendmal verfilmt und vermutlich auch schon ebenso oft auf irgendwelchen Theaterbühnen gezeigt. Trotzdem bin ich gespannt wie man das bekannte Motiv „Vampir hat ne Lebenskrise, trifft junge, hübsche Maid, die vergeben ist und wird vom Vampirjäger gejagt“ umsetzt auf der Konstanzer Bühne. Obwohl ich mich vermutlich ein bisschen gruseln werde, wie immer, wenn es um Vampire geht…

 

Momo

Premiere: 13. Februar 2016; „Spiegelhalle“

nach Michael Ende

Regie: Holle Münster/Prinzip Gonzo

Noch eines meiner liebsten Kinderbücher. Wobei ich hier den Film damals zuerst gesehen habe. noch heute kann ich mich dran erinnern, dass ich vor den „Grauen Herren“ Angst hatte, die einem die Zeit stehlen. Und ich war ein großer Fan von Momo und ihrer Schildkröte, ich hatte sogar einen Pulli mit Momo vornedrauf. Da war ich ca. 6 Jahre alt.

Angekündigt ist das Stück als „multimediales Erzähltheater mit Puppenspiel“. Darunter kann ich mir nix vorstellen, daher lass ich mich mal überraschen und hoffe, dass zu viel multimediales Erzählen nicht die schöne Geschichte kaputt macht.

 

Der zerbrochene Krug

Premiere: 19. Februar 2016; Stadttheater Konstanz

Autor: Heinrich von Kleist

Regie: Michael von zur Mühlen

Die Geschichte musste ich glaub mal in der Schule lesen, zumindest kommt sie mir recht bekannt vor. Ein Krug zerbricht und Ruprecht wird von der Mutter seiner Verlobten Eve beschuldigt ihn des nächstens bei einem heimlichen Besuch absichtlich zerbrochen zu haben. Aber er ist sich sicher es war der Richter Adam….

 

Judith

Premiere: 5. März 2016; „Werkstatt“

Autor: Friedrich Hebbel

Judith und Holofernes. Ein Motiv, das in der Kunst häufig zu finden ist und das die Sängerin von „Wir sind Helden“ zu ihrem Künstlernamen inspiriert haben soll, hab ich mal gelesen. Judith ist die Einzige, die sich traut dem gottgleichen Heerführer Holofernes die Stirn zu bieten, was ihn dann doch ein bisschen beeindruckt. Hätte sie mal ein bisschen ernster genommen, hätte er vielleicht seinen Kopf behalten… Auf die Umsetzung dieser Geschichte bin ich gespannt.

 

Faust 2

Premiere: 20. Mai 2016; Stadttheater Konstanz

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Regie: Johanna Wehner

Wer 1 sagt, muss auch 2 sagen. Oder so ähnlich… 🙂 Eigentlich muss man die Fortsetzung auch angucken, daher hoffe ich, dass mich Faust 1 nicht so ausknockt, dass ich den zweiten Teil nimmer sehen will… Wir werden sehen wie es weitergeht mit Herrn Faust und seinem Seelenverkauf an den Teufel…

 

Der Name der Rose

Premiere: 24. Juni 2016; Münsterplatz (outdoor!)

nach Umberto Eco

Regie: Jörg Steinberg

Das Buch steht schon länger auf der Leseliste und den Film kenn ich auch nicht. Schande über mein Haupt, wo alle davon schwärmen. Vielleicht hole ich beides nach, wenn ich das Stück gesehen habe. Ich bin ja ein großer Fan der Open-Air-Münsterplatz-Veranstaltungen des Stadttheaters Konstanz (auch wenn ich die Anwohner verstehen kann, dass sie es nicht so toll finden; daher ja auch nur alle zwei Jahre. Eigentlich.). Noch heute bin ich beeindruckt vom Stück „Der Glöckner von Notre Dame“, bei dem das Münster eine großartige Kulisse bot. Und auch das extra fürs Konziljubiläum geschriebene Stück „Konstanz am Meer“ (wird übrigens vermutlich nochmal aufgeführt) fand ich durchaus gut. Ok, es hatte seine Schwächen, aber die Inszenierung war toll. Und König Siggi großartig. Das Konstanzer Ensemble hat mit den beiden Inszenierungen vorgelegt und ich denke, dass auch „Der Name der Rose“ sich da einreihen wird.

Wenn ihr euch die Freiluft-Stücke anguckt: Kissen mitnehmen! Die Plastikstühle sind etwas unbequem 🙂 Und eine Regenjacke schadet sicher auch nicht. Nur für den Fall, dass es nieselt…

 

Alle Infos über Premierentermine, Spielstätten, Regie etc. habe ich aus dem Programmbuch des Stadttheaters Konstanz übernommen. Der Rest ist meine Meinung.

 



2 thoughts on “So´n Theater: Welche Inszenierungen des Stadttheaters Konstanz ich sehen will…”

  • Auch wenn ich gar nicht so der Theater-Mensch bin, wäre ich an ‚Dracula‘ auch interessiert. Gerade weils ja gefühlt drölfhundert verschiedene Möglichkeiten gibt, den zu interpretieren

    Und danke für deinen Kommentar <3 ich lote noch aus, inwiefern die Tipps klappen. Wenns Buch fertig ist, wissen wir es wohl 😀

    Ich benutz 'Scrivener' 🙂 auch ein super Programm, aber leider nach einem Testlauf kostenpflichtig (aber ich finde, dafür lohnt es sich). Wenn ich meine Planungen handschriftlich durch habe, werde ich alles auch da rein übertragen 🙂

    Liebe Grüße

    Tina

    • Ja, falls du in der Spielzeit Urlaub am Bodensee machst, dann kannst du ja schauen, ob dir die Inszenierung gefällt 😉 Ich werde sie mir angucken und vielleicht darüber berichten…

      Von „Scivener“ hab ich auch schon gehört, aber es nicht getestet. Viel Erfolg mit deinem Buch! Ich glaub an dich!

      Liebe Grüße
      Ines

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