Jahresplanung mit Jahreszielen, Quartalszielen und mehr

Wenn man das Internet so durchforstet, findet man ja allerlei Hilfestellungen für Jahresplanungen. Dabei tauchen immer wieder die Begriffe „Ziele“ und „Aufgaben“ auf. Doch wo genau ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Begriffen? 

Ein Ziel ist quasi ein Großprojekt, das du schaffen willst. Die Aufgaben benötigst du, um das Ziel zu erreichen. Dein Ziel ist zum Beispiel eine Weltreise zu machen. Dann sind deine Aufgaben die Schritte, die du tun musst, um dieses Ziel zu erreichen. Also den Reisezeitraum planen, die Reiseroute planen, Flüge buchen, Urlaub beantragen, Visa beantragen, Koffer packen etc. 

Jahresplanung

Wie kannst du so eine Jahresplanung also angehen? Auch hier gibt es wieder viele, viele Möglichkeiten. Ich stelle dir heute meine Variante vor, vielleicht ist sie ja auch was für dich. Vielleicht sind auch nur Teile davon für dich geeignet, dann nimm dir die heraus und bastel dir dein eigenes System. Denn was für eine Person perfekt funktioniert, muss nicht unbedingt auch für dich perfekt sein. Allerdings solltest du deinem System ein bisschen Zeit geben bis du dich dran gewöhnt hast bzw. bis du dich eingegroovt hast. 

In meinem aktuellen Kalender habe ich eine Seite fürs kommende Jahr (also in diesem Fall für 2021), wo ich mir immer wieder Ziele aufschreibe, die mir während des laufenden Jahres kommen. So kann ich sicher sein, dass ich nichts vergesse. Ob ich das dann auch alles umsetzen will, wenn es an die konkrete Jahresplanung geht, entscheide ich dann, wenn es soweit ist.

Jahresziele

Ich mache meine konkrete Jahresplanung immer Ende des Jahres, zwischen Weihnachten und Neujahr. Ich habe mich also 2019 hingesetzt und meine Liste für 2020 hervorgeholt. Ich bin nochmal alle Punkte durchgegangen, ob sie immer noch aktuell sind. Diejenigen, die ich umsetzen will, schreibe ich auf meine Liste „Jahresziele“. Hierbei notiere ich mir einfach alles, was ich erreichen will, die Liste ist also erstmal ziemlich durcheinander. 

Ich sortiere hierbei auch erstmal nicht nach Bereichen. Hier tauchen genauso Ausstellungen auf, die ich besuchen will, wie Infos a lá „einmal die Woche zeichnen“. Es geht mir erst einmal darum eine Liste mit Zielen zu haben. Auch wohin ich in Urlaub fahren will, schreibe ich hier auf. Nicht wann, sondern erstmal nur die Reiseziele.

Beispiel „Weltreise“: Auf der Jahresziele-Liste würde also „Weltreise machen“ stehen. 

Quartalsziele

Die nächste Seite in meinem Kalender beinhaltet Platz für meine Quartalsziele. Es ist einfach eine Seite, die ich in vier gleichgroße Bereiche unterteilt habe. Über jedes Viertel habe ich die drei Monate geschrieben, für die sie stehen, also „Jan-Feb-März“, „April-Mai-Juni“ etc.

Als Nächstes trage ich alle Ziele, die einen genauen Termin haben, in das jeweilige Quartal ein. Wenn ich also weiß, dass Ausstellung XY vom 14.2. bis 30.3. stattfindet, trage ich sie in das erste Quartal ein. So weiß ich, dass wenn ich die Ausstellung sehen will, ich einen Besuch innerhalb dieses Quartals planen muss. Ich schreibe mir hier auch rein, bis wann ich z.B. einen Kurs beendet haben möchte. Ich mache gerade den großartigen StilFokus-Fotokurs von Mein Feenstaub und habe für mich festgelegt bis wann ich den Kurs im ersten Durchgang abgeschlossen haben will. Das heißt nicht, dass ich mir nicht weiterhin die Videos anschaue. Ich habe so nur einen Zeitraum, in dem ich ihn fertig haben möchte. Genauso halte ich aber auch fest, dass ich bestimmte Termine innerhalb eines Quartals durchführen möchte, so möchte ich dieses Jahr gerne einen Lettering-Workshop machen. Ich habe aber noch keinen genauen Kurs im Auge, also schreibe ich mir erstmal nur das Quartal auf. 

Beispiel „Weltreise“: Auf der Quartalsziele-Liste steht also:

Quartal „Jan-Feb-März“:  Reiseroute festlegen, Urlaub beantragen, Flüge und Hotels buchen etc.

Quartal April-Mai-Juni“: Visa beantragen, Impfungen, Reiserucksack  kaufen

Quartal „Juli-August-September“ das Ziel „Weltreise machen“.

Monatsübersicht

Für jeden Monat habe ich in meinem Kalender eine Doppelseite. Auf der linken Seite habe ich eine Übersicht mit den einzelnen Tagen, auf der rechten Seite ist meine „Notizen“-Seite. In den Kalender übertrage ich genaue Termine aus dem Quartal, in die Notizseite Aufgaben, wie z.B. „nach Lettering-Kurs suchen“. Dann weiß ich, dass ich das in dem jeweiligen Monat machen muss, aber ich habe noch kein genaues Datum dafür. In der Monatsübersicht halte ich auch fest, in welchem Monat ich Urlaub machen möchte. Ausstellungstermine schreibe ich ebenfalls unter „Notizen“ auf. So habe ich eine grobe Zuordnung der Quartalsziele auf die einzelnen Monate. 

Termine übertrage ich immer direkt in den jeweiligen Monat, sobald der Termin reinkommt. Also, wenn ich zu einer Hochzeit eingeladen werde, dann kommt der Termin nicht in die Quartalsziele, sondern direkt in den Kalender. 

Beim Beispiel „Weltreise“ steht dann also hier:

Januar: Urlaub beantragen, Reiseroute festlegen, Flüge und Hotel buchen

Februar: Termin für Impfung ausmachen

etc.

Woche/Tage

Aus dem Monat kann ich die einzelnen Aufgaben dann in die jeweiligen Wochen oder Tage übernehmen. Entweder werden die Einzelschritte so zu Terminen, oder zu To do´s. 

Beim Beispiel Weltreise wären jetzt also „Visa beantragen“, „Impftermin“ etc. jeweils ein Termin, den ich in den Kalender eintrage. „Reiserucksack kaufen“ wäre ein To-Do, das ich ebenfalls in den Kalender eintrage. So kann ich alles abhaken und erledigen. 

Ich hoffe, das System ist halbwegs klar und verständlich erklärt und du kannst dir für dich herausnehmen, was dir persönlich hilft und sinnvoll erscheint. So kannst du jedes Projekt aufteilen in kleine Schritte. 

Falls es dich jetzt einschüchtert: Keine Sorge, einfach mal anfangen. Das System kannst du immer anpassen, wenn du merkst, dass es nicht klappt. Und lass dich nicht entmutigen, manchmal klappt etwas trotz Planung nicht, dann muss man umplanen. Und manchmal fallen Ziele raus oder werden ersetzt. Das System macht das mit. Pass es einfach so an wie es für dich funktioniert. Und wenn du merkst, dass es für dich gar nichts ist, dann ist das auch ok, dann findest du ein eigenes System. Ich habe auch immer wieder Zeiten, wo ich nicht damit arbeite, alles im Chaos zu versinken droht und ich daran zweifle. Dann warte ich ein paar Tage und plane neu.