{Freiberuflichkeit} Mein Bullet-Journaling-Kalender

Werbung (unbezahlt, unbeauftragt, selbstbezahlt), da Markennennung. 

Das Buch/Produkt habe ich selbst gekauft. Die im Artikel geäußerte Meinung ist meine eigene, auf die kein Einfluss genommen wurde. 

 

Letztes Jahr habe ich immer wieder zwischen verschiedenen Planersystemen gewechselt, weil ich mit keinem so wirklich zufrieden war. Schlussendlich bin ich wieder bei meiner persönlichen Art des Bullet Journaling gelandet. Zwischendurch hatte ich das mal aufgegeben, nachdem ich verschiedene Freundinnen und deren Freundinnen damit angesteckt hatte. Und warum habe ich es aufgegeben? Weil ich mich durch all die perfekten und superschönen Bullet Journals, die man im Internet bewundern kann, so unter Druck gesetzt habe, dass ich dachte, mein Bullet Journal sei irgendwie falsch, weil es kein „richtiges“ Bullet Journal ist.
Durch meine Jobsituation, wo ich halb Freiberufler und zurzeit halb Angestellte bin, habe ich teilweise Termine, die sehr weit in die Zukunft gehen (z.B. habe ich schon einen Termin für September 2019, den ich nicht vergessen darf). Daher kommt das klassische „Future log“ für mich nicht infrage. Ich finde die Bullet Journals wunderschön, die jeden Monat den Folgemonat gestalten, aber ich hatte einfach Angst, dass ich so irgendwann mal einen Termin vergesse zu übertragen.
Also hatte ich mein Bullet Journal erstmal in die Ecke gelegt und bin wieder zum klassischen Planer gewechselt. Doch diese kreative Art seinen Kalender genau so anzulegen wie man ihn braucht, hat mir gefehlt. Und dann hab ich mich hingesetzt und nachgedacht. Und genau das ist es doch, was das Bullet Journaling ausmacht: jeder kann sich seinen Kalender so gestalten wie man ihn braucht. Außerdem ist mir eingefallen, dass ich mit einem Leuchtturm-Notizbuch bereits 2014 meinen eigenen Kalender gestaltet hatte. Zu einer Zeit, wo es den Bullet Journaling- Hype noch gar nicht gab.

Nach einem längeren Brainstorming und ein bisschen Surfen im Internet habe ich mir meine ganz persönlichen Logs und Spreads zusammengestellt, die ich in meinem Journal haben will bzw. brauche. Und so ist mein persönliches Bullet Journal entstanden, in das ich euch heute einen Einblick geben möchte.

 

Die ersten Seiten habe ich mit Dashboards beklebt. Hierfür habe ich mir schönes Papier in die passende Größe zugeschnitten und mit Folie laminiert. Ich benutzte hierfür diese Klebefolie, mit der man z.B. Bücher einkleiden kann. Dann habe ich diese laminierten Blätter ins Buch eingeklebt. Hier notiere ich mir z.B. To do´s oder eine Einkaufsliste.

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Danach folgen eine Jahresübersicht und eine Doppelseite für meine Jahresziele bzw. deren Aufteilung in die Quartalsziele. Auf der folgenden Seite kann ich Termine für 2019 aufschreiben und dann kommt mein Deckblatt für 2018.
Mein „Future log“ besteht aus jeweils einer Doppelseite pro Monat, wo ich auf der linken Seite eine Monatsübersicht für Termine habe, auf der rechten Seite eine Notizenseite, wo ich alles aufschreibe, was in diesem Monat wichtig ist bzw. ich nicht vergessen darf. Auf der Notizenseite schreibe ich unten auch die Monatsziele auf, die ich mir aus den Quartalszielen heraussuche.

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Da ich im Januar/Februar und November/Dezember kaum freiberufliche Führungen habe, gibt es in diesen Monaten Wochenübersichten.

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Für den März habe ich getestet wie es aussieht, wenn ich pro Tag eine Seite einrichte. Doch ich denke, das ist zu viel Platz, weshalb ich für April bis Oktober zu meiner bewährten Aufteilung 2 Tage pro Seite zurückgekehrt bin.

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Am Ende habe ich mir noch eine Jahresübersicht für 2019 eingeklebt. Dann folgt eine Doppelseite, auf der ich meine gelesenen Bücher bzw. geschaute Filme notieren möchte. Die Idee fürs Design habe ich im Internet gefunden.

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Ich habe ein Theaterabo und bin großer Theaterfan. Daher möchte ich mir gerne notieren welche Stücke ich dieses Jahr gesehen habe. Hierfür habe ich mir eine Theaterbühne gezeichnet. Die andere Seite hält meine Reisen für dieses Jahr fest, die ich hoffentlich machen werde.

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Als Kunsthistorikerin schaue ich mir natürlich auch gerne die eine oder andere Ausstellung an. Da ich außerdem ICOM-Mitglied bin, möchte ich mir ein bisschen notieren wie sehr ich die Karte benutze. Hierfür habe ich mir eine Seite gestaltet mit Eintrittstickets, auf denen ich mir aufschreiben werde welche Ausstellungen ich besucht habe.

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Einige Seiten sind noch frei. Aber da fällt mir sicher noch was ein um sie zu füllen. Das Jahr hat ja erst begonnen.

Ich hoffe, ihr habt ein paar Anregungen gefunden und seid fleißig dabei euer ganz persönliches Bullet Journal zu gestalten. Denn das ist ja das tolle daran, dass man es komplett individuell gestalten kann. Und jedes Bullet Journal auf diese Weise ein Unikat wird.