BlogLiebe von „Was eigenes“: Anfänge

Einer der Blogs, denen ich schon am längsten folge, ist der von Biene. Er heißt „was eigenes“ und ist eine schöne bunte Mischung aus Kreativem, Tiefsinnigem, Humor, Büchern und Rezepten. Und genau das mag ich so sehr an „Was eigenes“, es ist ein genauso schöner bunter Gemischtwarenladen wie „Grüsse vom See“, nur dass Bienes Blog viel größer ist natürlich und mehr LeserInnen hat. Und das ist großartig! Bienes Texte sind so warmherzig und humorvoll, dass ich sie immer wieder gerne lese. Und als ich bei Instagram gesehen habe, dass sie ein neues Blogformat hat, die „BlogLiebe“, hab ich beschlossen mitzumachen. Was es genau mit BlogLiebe auf sich hat, kannst du hier nachlesen. 

Das Thema für Januar ist „Anfang“. Wieso hast du angefangen zu bloggen? Seit wann bloggst du? Wenn du auch Lust hast, mach doch auch mit. Ich finde solche Geschichten immer sehr spannend zu lesen. Also fang ich mal an. Und muss ein bisschen ausholen. Ich weiß nicht mehr wann genau, aber es ist eine Weile her, war ich riesiger Charmed-Fan. Kennt die Serie noch jemand? Ich lieb ja Hexen (allerdings hab ich vor den Schwarzwälder Fasnachtshexen echt Angst) und Hexengeschichten und ich liebte die Serie, auch wenn sie gegen Ende etwas unsinnig wurde. Aber auch egal. Irgendwie kam ich in ein Forum zu der Serie und habe dort Isabella kennengelernt. Und die Süße, die ich nie persönlich kennen gelernt habe, hatte einen Blog. Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung was ein Blog ist, was man damit macht, wie viel Spaß das macht und dass jeder sowas machen darf. Ich bin ein großer Angsthase und komme aus einer Familie, wo keiner mit diesem Internet viel am Hut hat. Also, alle nutzen es natürlich, aber keiner „arbeitete“ damit. So stieß ich auf Blogs und hab mich durchgeklickt. Von einem zum nächsten, eine Blogroll nach der anderen bis ich einige wirklich tolle, interessante Blogs entdeckt habe. Vielen davon folge ich heute noch. Isabella hat ihren Blog leider aufgegeben, dabei schreibt sie ganz wundervoll. 

Mein erster Blog „LaRubias Welt“

Es juckte mir in den Fingern auch zu bloggen. Doch worüber? Und sollte ich wirklich? Was, wenn jemand davon erfährt? Fänden sie das blöd? Irgendwann, ziemlich spontan, entschloss ich mich dann, einfach mal zu machen und anzufangen. Ich könnte ja alles wieder löschen. Da ich von Bloggen und Technik keine Ahnung hatte, habe ich mir eine blogger-Seite eingerichtet und einfach mal drauf los geschrieben. Mein erster Beitrag war eine Zusammenfassung eines Buchs, das ich gelesen habe. Heute muss ich darüber lachen, denn mehr hab ich nicht gemacht. Ich habe nur eine Zusammenfassung der Geschichte geschrieben, nicht meine Meinung dazu kundgetan. Aber jeder fängt mal klein an. 

Da ich sehr spontan einen Namen brauchte, kam mit „LaRubias Welt“ in den Sinn. 2006 habe ich für ein halbes Jahr in Nordnorwegen studiert (hier gibt´s ein paar Fotos) und in meinem Wohnheim lebten viele spanische Studenten. Von denen bekam ich den Spitznamen „LaRubia“, also Blondine, verpasst. Das war überhaupt nicht despektierlich gemeint und ich habe es auch nie so empfunden, ich bin gern eine Blondine – aber man muss natürlich damit umgehen können 😉 

So kam es zu meinem Namen, den ich immer noch ganz gut finde. Er ist so offen, dass man alles unterbringen konnte. Mit der Zeit wächst man mehr in diese Internetwelt hinein und ich merkte, dass der Name „LaRubia“ öfters in verschiedenen Foren etc. als Nickname verwendet wurde. Ich wollte aber keinen Zusammenhang dazu herstellen und irgendwie bin ich aus dem Namen herausgewachsen. Als ich zu WordPress (noch nicht selbstgehostet) wechselte, fand ich es an der Zeit für einen neuen, besser durchdachten Namen. Und so kam ich zum Namen „Grüsse vom See“.

Neuer Blog „Grüsse vom See“

Den Umzug von Blogger zu WordPress habe ich noch selbst hinbekommen mit vielen Seiten aus dem Internet. Doch die Umstellung auf selbstgehostet hab ich mir nicht zugetraut, wie gesagt ich habe keine Ahnung von Technik. Daher holte ich mir Hilfe von einem Freund, dessen Firma für mich den Umzug organisierte. 

Der Name „Grüsse vom See“ passt für mich immer noch gut. Irgendwie ist er persönlicher, ich bin schließlich ein Seekind. Und Seekinder (egal ob vom See oder von der See) haben eine Seehnsucht nach Wasser in sich, sodass ich mir sicher bin, dass ich den Namen nicht mehr wechseln werde, egal ob ich am Bodensee wohnen bleibe oder nicht. Gleichzeitig ist der Name aber so offen, dass ich alle Themen unterbringen kann, die mich interessieren. Und es auch egal ist, ob sich Themen ändern. Ich kann die Blogkategorien anpassen, wenn sie was ändert (und hab das auch schon öfters inzwischen gemacht). Außerdem finde ich die Idee schön, dass meine Beiträge wie kleine Postkarten bei meinen LeserInnen ankommen, immer mit einem kleinen Gruss vom See. 

„Einfach mal anfangen, könnte ja gut werden. Und Spaß machen“

Ich hab einfach angefangen zu bloggen, ohne Ahnung zu haben. Einfach aus Spaß, ich hab nie mit dem Hintergedanken gebloggt, dass ich mit dem Blog Geld verdiene. Und so ist es bis heute. Ich schreibe aus Spaß, es ist mein Blog, meine Party, meine Regeln. Anfangs hab ich niemandem gesagt, dass ich blogge. Ich hatte Angst, dass jemand es seltsam findet, meine Texte verurteilt und hab es geheim gehalten. Ich gehe immer noch nicht mit meinem Blog hausieren und muss jedem auf die Nase binden, dass ich blogge, aber es gibt einige Leute in meinem Umfeld, die wissen was ich mache und auch ab und zu hier mitlesen. 

Druck von außen

Mit der Zeit hab ich mich mehr eingearbeitet und bin tiefer in die Blogger-Welt eingetaucht, die meinem Empfinden nach damals noch ein bisschen friedlicher und entspannter war (auch wenn sie zu dem Zeitpunkt bestimmt schon professioneller war als einige Jahre davor). Doch dann wurden die Blogs immer professioneller und viele Hobbyblogger wurden zu Profis. Ich gönne es jedem, der mit seiner Leidenschaft Geld verdient und damit ein Business aufbaut. Doch mich hat das so unter Druck gesetzt, dass ich zeitweise nicht wusste, ob ich weiterschreiben soll. Ich dachte, man kann ja nur so bloggen wie es die Großen machen. Ich hab mir alle „Anleitungen“ und „Empfehlungen“ angeguckt, die einem gesagt haben wie man am besten bloggt. Ich dachte, es ist an der Zeit, dass man Kooperationen eingehen muss, um weiter bloggen zu dürfen. Dass man ein Profi im Schreiben sein muss und ich mich – wie so oft empfohlen – auf eine Nische konzentrieren müsste, damit ich auch genug Leser bekäme. Denn die Leute wollten nur von Experten lesen. Mein Problem ist aber, dass mich unglaublich viel interessiert und ich keine Nische haben wollte. Und deshalb mag ich – unter anderem – Bienes Blog. Weil sie so unaufgeregt ihren Weg geht, einen auch mal auf den Boden holt, und weil sie ebenfalls viele Themen hat. Für viele mag es sind voll sein eine Nische zu haben, vor allem vermutlich wenn man davon leben möchte. Aber ich kann mich in meinem Job nicht auf eine Nische festlegen, weil ich mit vielem Geld verdiene. Wieso sollte ich bei einem Hobby mich also einschränken? Und wer macht bitte die Regeln?! Wer sagt wie es auf meinem Blog auszusehen hat?! Die Antwort: Ich. Also hab ich mich hingesetzt und beschlossen, dass ich zu gern blogge, um aufzuhören, um mich einzuschränken, um anderer Leute Regeln zu befolgen. Ich möchte bloggen, weil es Spaß macht, ich kann so meine Ideen und Meinungen festhalten, über Bücher reden, über Kultur, ich kann kreativ sein, Kreatives zeigen und Rezepte teilen. 

Seitdem hab ich alle Tracking-Tools (die man laut Experten uuuunbedingt braucht) gelöscht und beschlossen, wer mitliest, liest mit. Und wer nicht, der lässt es. Es ist mir egal, ob ich jetzt 3 Zugriffe am Tag oder im Monat habe oder 300. Seitdem bin ich viel entspannter, es setzt mich nicht mehr unter Druck. Ich kann auch mal ein paar Wochen unregelmäßig bloggen, ohne Angst zu haben, dass das meine Community zerstört. Natürlich wäre es manchmal interessant, ob überhaupt jemand mitliest und wenn ja wie viele, aber so wie es ist, ist es gut. Ändern kann man es ja wieder. Diese Tools sind ja schnell installiert. Ich bin frei, schreibe über das, was mich interessiert, über was ich schreiben will. Über Themen, die mir am Herzen liegen, ich muss niemandem gefallen oder irgendwelche Erwartungen erfüllen. Deshalb gibt es keine Nische auf meinem Blog, es bleibt beim Gemischtwarenladen! 

Meine Themen

Im Moment sind meine Themenbereiche Kultur, Bücher, Rezepte (vor allem gluten- und laktosefrei, da ich mich so ernähre) und das Leben. Das ist meine Kategorie, wo ich alles unterbringen kann, was in die anderen nicht passt.. Zurzeit ist das eine gute Mischung für mich. Doch mein Blog ist so offen, dass ich jederzeit die Themen ändern oder ergänzen kann. Denn das Leben ändert sich, man selbst ändert sich und da ist es doch klar, dass sich auch die Themen ändern, die einen interessieren. 

Nur weil es ein Hobby ist und ich nichts damit verdiene, heißt nicht, dass ich mir keine Mühe gebe. Ich habe mir zum Beispiel vorgenommen, dass ich bessere Fotos machen möchte. Ich möchte meine Spiegelreflexkamera besser verstehen und qualitativ bessere Fotos machen können. Nicht weil ich hoffe dadurch Geld zu verdienen, sondern weil ich es können möchte. 

So, das war meine Blog-Geschichte. Der Weg von 2013, dem Beginn von „LaRubias Welt“, bis heute, zu „Grüsse vom See“. Wie ist deine Blog-Geschichte? Ich bin gespannt.