Witches of Norway – Nordlichtzauber (Jennifer Alice Jager)

Inhalt:

Elis Wyler ist eine Hexe, aber noch keine gute. Bisher versucht sie ihre magischen Fähigkeiten geheimzuhalten, was ihr mal mehr, mal weniger gut gelingt. Auch in der Liebe läuft´s grad nicht so gut. Nachdem sie ihre Verlobung gelöst und beinahe ein Haus zum Einsturz gebracht hat, geht sie auf Vermittlung ihres Vaters nach Norwegen. Dort lernt sie einerseits ihre entfernte Familie, die Andersons, kennen und möchte andererseits endlich ihre Kräfte unter Kontrolle bringen. In der wilden Landschaft Norwegens trifft sie auf den Hexer Stian, zu dem sie schnell eine Verbindung spürt, doch plötzlich landet sie im Norwegen des Jahres 1905…

 

Meine Meinung:

Die Geschichte ist sehr eindringlich erzählt, man springt sofort in die Geschichte rein und erlebt vorallem den Teil, der 1905 spielt, atemlos mit. Der Teil, der im Heute spielt, finde ich ein wenig bedächtig und ich bin gespannt, ob sich da noch ändert. Allerdings muss man dazu sagen, dass der erste Band dazu dient, die verschiedenen Figuren, Zeitebenen und Magievarianten vorzustellen, daher störte mich die etwas behäbige Darstellung nicht.

Noch ist die ganze Hexereisache für mich etwas undurchsichtig, aber das ist ja bei einem mystischen Buch nicht schlecht. Die meisten Charaktere scheinen mir auch noch eine Menge Potential zu haben, bisher kratzte man nur an der Oberfläche und ich habe den Verdacht, dass die Guten nicht nur gut und die Bösen nicht nur böse sind. Daher bin ich gespannt wie sich die Figuren entwickeln und ob man bisher den Falschen vertraut.

Es ist eine Romeo-und-Julia-Geschichte mit Magieelementen, die durch die Zeiten springt. Wenn es um Hexen geht, bin ich ja immer sofort dabei und wenn dann noch Norwegen hinzukommt, hat man mich schon erwischt. Da ich selbst mal in Norwegen gelebt habe, war es natürlich klar, dass ich diese Reihe lesen muss. Mir ist entgangen wo genau die Geschichte spielt, da die Nordlichter allerdings eine wichtige Rolle spieln, und die nur oberhalb des Polarkreises vorkommen, müssen die Andersons recht weit nördlich angesiedelt sein. Das Haus der Andersons ist sehr phantastisch, geheimnisvoll und etwas gruselig. Den Zauber, der das Haus umgibt, ist sehr klever gewählt, denn so kann die Autorin das „Problem“ umgehen, dass Elis kein Wort verstehen würde.

Elis war mir sympathisch, aber ich fand es etwas unrealistisch, dass sie in Magie überhaupt nicht ausgebildet wurde, vorallem, da sie über eine sehr starke Magie verfügt. Mir ist klar, dass dieses Stilmittel notwendig ist, um den Leser in die Welt der Magie einzuführen und ihn diese Welt gemeinsam mit Elis entdecken zu lassen.

Ich bin gespannt wie die weiteren Bände die Geschichte weiterentwickeln.

 

Cover:

Das Cover kommt mit einer sehr reduzierten Farbgebung aus Grau-und Schwarztönen aus und wirkt daher sehr geheimnisvoll. Im oberen Teil sieht man ein Gesicht einer jungen blonden Frau, deren untere Gesichtshälfte mit einem schwarzen, leicht durchsichtigen Tuch verdeckt ist, das in der linken Hälfte den Blick auf norwegisches Fjordlandschaft freigibt. Diese wird durch silbriges Licht erhellt. Ein bisschen schade finde ich, dass die namensgebenden Nordlichter nicht auf dem Bild zu sehen sind. Aber das Cover gefällt mir sehr gut und gibt die Stimmung des Buches wieder.

 

Buchdaten:

Autor/in: Jennifer Alice Jager

Titel: Witches of Norway – Nordlichtzauber

Genre: Fantasy

Verlag: Dark Diamonds/Carlsen-Verlag

Erscheinungsdatum: Oktober 2016

Seitenzahl: 319 (e-book)

 

Cover: Dark Diamonds/Carlsen-Verlag

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