Wanderer der Zeit 2 – Hüter der Zeit (Amelie Murmann)

Inhalt:

Emilias Schulzeit an der Palaestra Viatorum bringt einige Konflikte mit sich. Nicht nur, dass sie ihre eigenen Fähigkeiten weder richtig versteht noch unter Kontrolle hat, sondern auch die Beziehung zu Max bzw. dass diese in die Brüche ging, machen es nicht gerade leichter. Und als ob das für einen Teenager nicht schon reichen würde, kriegen sich die Götter mal wieder in die Haare. Ausgerechnet Emilia und Max müssen sich gemeinsam gegen die Pläne und Intrigen der Götter stellen und die Wirren der Zeit entknoten. Ihre Bemühungen werden von Ares und Aphrodite behindert, die ihre ganz eigenen Pläne haben, und auch Chronos ist nur teilweise eine Hilfe. Außerdem treten natürlich wieder die Hüter der Zeit auf den Plan und schon sind Emilia und Max in ein lebensgefährliches Abenteuer verstrickt.

Meine Meinung:

Ich habe den ersten Band „Sand der Zeit“ bereits vor einiger Zeit gelesen, weshalb ich die Geschichte nicht mehr so ganz auf dem Schirm hatte (leider ist mein Kindle hinüber und ich konnte auch nicht mehr nachlesen), aber die meisten Figuren kamen mir noch bekannt vor. Vermutlich lag es daran, dass mir die Geschichte an manchen Stellen zu verworren war. Insgesamt ist die Geschichte aber sehr spannend und so wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht und vor allem wie sie endet. Daher habe ich nicht lange gebraucht, um die Geschichte zu Ende zu lesen. Der Plott ist zwischendurch richtig dramatisch, dann plätschert sie wieder ein bisschen vor sich hin, sodass ich einige Seiten nur überflogen habe. Als Max dann auf der Insel der Aphrodite eintrifft, wird es richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Lachen musste ich ab und an über die Figur der Göttin Aphrodite, die als ziemliche Hohlbirne, aber auch intrigante Kuh dargestellt wird. Und dass Paris und Helena sich an nix mehr erinnern können seit sie im Paradies leben, fand ich auch sehr zum Schmunzeln.

Man lernt die Figuren gut kennen, da die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Daher bekommt man Einblicke in alle Bereiche, in persönliche Ereignisse und Ängste der Hauptfiguren, die gut komponiert und aufeinander abgestimmt sind.  Wieder einmal waren mir die Nebenfiguren näher als die Hauptfiguren, aber insgesamt hat Amelie Murmann eine lustige und engagierte Truppe zusammengestellt, um die Welt zu retten. Das Ende fand ich etwas unbefriedigend und lahm nach all dem Drama und der Gefahr. Es ist zwar aus der Geschichte heraus logisch, aber ich fand es schade, dass sich die vier nicht mehr erinnern können und sich das Ende wie ein Anfang eines kitschigen Highschoolfilms liest. Es arbeiten Götter in diesem Drama mit, da wäre doch sicher noch eine andere Lösung möglich gewesen.

Alles in allem eine gelungene Geschichte mit kleineren Schwächen, aber ich hätte besser mal beide Teile kurz hintereinander lesen sollen, dann hätten einige Episoden vermutlich eher einen Sinn für mich gegeben. Wer sich für Zeitreiseprobleme, Kunstwerke und Liebe interessiert, wird hier sicher gut unterhalten werden.

 

Cover:

Auf dem in blau gehaltenen Cover sieht man im Hintergrund die Umrisse eines Stundenglases, während im Vordergrund zwei Personen zu sehen sind, die sich scherenschnittartig abheben. Man kann einen Jungen und ein Mädchen erkennen, die sich ansehen. Da sich die Geschichte auch um das Stundenglas dreht und dieses als Symbol für die Zeit angesehen wird, passt der Hintergrund sehr gut. Auch dass sich die beiden Figuren im Vordergrund noch etwas abwartend verhalten, stellt den Inhalt der Geschichte gut dar. Insgesamt wirkt das Cover sehr geheimnisvoll und passt gut zur Geschichte.

 

Buchdaten

Autor/in: Amelie Murmann

Titel: Wanderer – Hüter der Zeit

Genre: Fantasy

Verlag: Impress/Carlsen-Verlag

Erscheinungsdatum:

Seitenzahl: 387 (als ebook gelesen)

 

Cover: Carlsen-Verlag/ Impress



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